Rezension: Wen der Rabe ruft


Fantasy
  • 2.67/3

2.7/3
(2 Bewertungen)


  
Buchdaten anzeigen ↓
Zyklus:
Band:
Verlag:script 5
Seitenanzahl:460
Jahr:2013
Originaltitel:
ISBN:978-3839001530
Perspektive:Er Erzähler
Altersempfehlung:Jugend & Erwachsene
Blue Sargent wusste mittlerweile schon gar nicht mehr, wie oft ihr gesagt worden war, dass sie ihrer wahren Liebe den Tod bringen würde. Ihre Familie verdiente ihr Geld mit Weissagungen. Diese waren jedoch meist nicht allzu konkret. Beispielsweise: »Ihnen wird heute etwas Schreckliches zustoßen. Möglicherweise spielt dabei die Zahl sechs eine Rolle.« Oder: »Sie werden zu Geld kommen. Empfangen Sie es mit offenen Händen.« Oder: »Eine wichtige Entscheidung liegt vor Ihnen und sie wird sich nicht von alleine treffen.« (Prolog)

Inhalt

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen - bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwas Gansey gemeint?


Rezension

von:
(73 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Nach einem Kapitel hatte Maggie Stiefvater mich schon im Sack. Nach der Leseprobe wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und nach dem Buch frage ich mich jetzt, wie es und vor allen Dingen wann es weitergeht. Die Beschreibung klingt doch sehr nach einer Liebesgeschichte, doch das Buch hat mich in der Hinsicht überrascht. Es ist nicht die scheinbar obligatorische Liebe auf den ersten Blick, es ist ein schleichender Prozess, mit Streit, Gesprächen und vor allen Dingen auch Antipathie gespickt. Dadurch wirkt die Liebesgeschichte viel natürlich und steht vor allen Dingen nicht total im Vordergrund. Das wäre angesichts der eigentlichen Geschichte auch wirklich schade gewesen. Die beinhaltet neben Wahrsagerei und viel Mystik auch Magie und Magieglauben. Ich wüsste gar nicht, wo ich da anfange sollte, denn mich hat so viele fasziniert: Von den Ley-Linien über die Geschichte von König Glendower bis hin zu Noahs Geschichte, die Wahrsagerei in Blues Familie und Ronans kleinen Raben. Der Rabe, also das Bild, welches der Titel heraufbeschwört, ist in vielerlei Hinsicht vertreten und es scheint alles zu ihm zu führen. Ein Detail, das mir sehr gefällt, denn ich mag Raben wirklich sehr. Sehr passend war es, dass unsere zwei hauseigenen Raben im Hintergrund immer mal wieder gekrächzt haben - sorgt für die passende Stimmung. Die Stimmung ist nicht locker-leicht und fröhlich, da gibt es nur vereinzelte Momente, in denen die vier Raven Boys und Blue so unbeschwert und heiter sind, wie man es von Schülern doch zwischendurch erwarten würde. Alle Charaktere haben an einem kleinen oder großen Päckchen zu tragen - manchmal eher offensichtlich, sehr offensichtlich und manchmal kommt dann doch auch die große Überraschung und tatsächlich auch ein kleiner Schock. Die Protagonisten sind allesamt sehr einzigartig gestaltet worden: Ob das nun Gansey ist, der reich ist, klug ist und manchmal aus einer anderen Zeit zu stammen scheint - zumindest von der Sprache her, oder der genauso kluge Adam mit Stipendium, der arrogante, laute, rüpelhafte Ronan mit einem weichen Herz, der geheimnisvolle, stille, unscheinbare Noah oder eben Blue. Bei ihr fängt es mit dem Namen an und hört bei der Familie auf. Alle sind eigen, sind Persönlichkeiten, die sich einprägen und die einem ans Herz wachsen. Genauso wie Blues Familie. Wobei gerade bei Blues Familie für mich persönlich auch ein Haken des Buchs liegt. Die Frauen des Hauses sind total durchgedreht und dabei auch sehr liebenswert, zumindest die, die eigentlich dort wohnen. Doch dann gibt es da noch Neeve, diese ist gekommen, um etwas zu suchen. Sie gibt sich sehr geheimnisvoll, sehr leise. Nur... ich fand die Stellen mit ihr am Schlechtesten. Nicht schlecht, aber sie haben sich gezogen, sie hatten eine Länge, die andere Buchszenen nicht hatten. Und ehrlich gesagt... weiß ich auch nach dem Schluss des Buches nicht, was dieser Charakter bezwecken sollte. Ja, das ist persönliches Empfinden, aber Neeve... ist nicht meins.

Rezension in einem Satz:

Ein wirklich tolles Buch, das Lust auf mehr hat und mich mit dem Schreibstil gleich in den Bann gezogen hat. Die Hintergrundgeschichte ist einfach nur faszinierend und die Charaktere habe ich auch ins Herz geschlossen. Dennoch gibt es Längen in dem Buch und einen Geschichtsteil, dessen Sinn sich mir nicht ganz geöffnet hat.



Rezension

von:
(7 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Blue ist als Tochter einer Wahrsagerin in einem alten Haus in Henrietta aufgewachsen. Ihren Vater kennt sie nicht, dafür leben noch eine Tante und andere weibliche Verwandte im Haushalt. Ihr wurde immer schon gesagt, wenn sie ihre wahre Liebe küsst, wird diese sterben ... Jedes Jahr im April, am Vorabend des Markustages, begleitet sie ihre Mutter zur alten Kirche, um die Toten des kommenden Jahres zu begrüßen. Dieses Jahr möchte ihre Mutter nicht mitkommen und so begleitet sie Neeve. Blue hat keine besonderen Fähigkeiten, außer, dass sie die der anderen durch ihre Anwesenheit verstärken kann. An diesem Abend ist auch ein Junge der Privatschule von Henrietta dabei, den sie nicht kennt – und vor allem ist es das erste Mal, dass sie einen Geist auch sehen kann. Doch schon bald werden sie sich kennen lernen und mit seinen Freunden wird Blue auf die Suche nach den berühmten Ley-Linie gehen. Das Buch ist magisch, romantisch, abenteuerlich und einfach schön zu lesen, absolut empfehlenswert!

Rezension in einem Satz:

Romantisch schön zu lesen - ein echter Pageturner!



Rezension

von:
(46 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Schon das Erscheinungsbild des Buches „Wen der Rabe ruft“ hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht. Es ist düster und gleichzeitig etwas kindlich gestaltet, weswegen ich mich eingestellt hatte auf einen Inhalt, der nicht allzu komplex ist. Außerdem hat das Cover eine Wirkung auf mich wie ein gemaltes Bild, das man sich an die Wand hängen möchte und durch das man sich hindurchträumen könnte. Für mich war es also mehr als nur einladend, sodass ich das Buch sofort haben wollte und mich auf die Geschichte freute. Maggie Stiefvater konnte mich am Anfang noch nicht gut fesseln, was aber eher mit dem Einstieg in das Buch zu tun hatte. Schon nach den ersten 70 Seiten, die ich in einem Flug gelesen habe, den ich nicht mal richtig gespürt hatte, war ich mir sicher, dass „Wen der Rabe ruft“ einfach total genial geschrieben ist! Man sagt in der Mediengestaltung über Schrift, dass man Schrift nicht mitkriegen soll, wenn sie gut gesetzt ist. So ist es dann bei dem Buch, dass man nicht jedes einzelne Wort wie ein Minzblatt durchkauen muss [wer das Buch liest, weiß, dass man hier schmunzeln könnte], sondern sich vollkommen dem Inhalt hingibt. Ich habe es kaum noch aus der Hand gelegt, so gut ist es! Am Anfang lernt man im Buch die Hauptperson Blue kennen, die mit ihren 16 Jahren noch nicht wirklich viel Erfahrung sammeln konnte und doch ist sie die Tochter einer Wahrsagerin. Durch die ganze Geschichte zieht sich der rote Faden mit Blue, ihrer Fähigkeit und dem Drumherum. Ihr Leben ist nicht gerade das Normalste von allen, aber sie versucht so gut wie möglich ihr Leben zu leben bis zu dem Punkt als ihr auf dem Kirchhof ein Geist begegnet, den sie selbst sieht, was sie normalerweise nicht kann. Auch die mitspielenden Personen in Blues nahem Umfeld sind gigantisch ausgearbeitet, sodass man sich richtig gut vorstellen kann wie magisch diese wirken müssen. Besonders finde ich an dem Buch, dass es außer ihre Mutter, die anderen Wahrsagerinnen, Orla [muss man nicht kennen, ist aber ganz süß dargestellt] und die Mutter von Adam keine weiteren weiblichen Charaktere vorhanden sind. Trotz der männerlastigen Lektüre sind die männlichen Figuren unglaublich verschieden und gut ausgearbeitet, sodass man ein gewisses Gleichgewicht spürt, das sich im Buch breitmacht. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich jetzt ein kleiner Fan von Maggie Stiefvater bin. Im Laufe des letzten Lesens bin ich immer wieder darüber gestolpert wie die Einteilung der Kapitel vorgenommen wurde. Bei „Die Wünsche meiner Schwestern“ waren sie ziemlich langgezogen, was bei „Wen der Rabe ruft“ in einem sehr gut abgeschätzten Rahmen getan wurde. Die Spannung wird gehalten und man möchte immer weiterlesen. Ich möchte dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen es mal zu lesen und da bald Weihnachten oder Nikolaus oder vielleicht noch ein Geburtstag von euch vorhanden ist, tut euch was Gutes oder wünscht es euch von euren Liebsten! Dazu möchte ich mich noch einmal bei vorablesen.de bedanken, dass ich die Chance bekommen habe dieses tolle Exemplar lesen zu dürfen!

Rezension in einem Satz:

Spannung wird gehalten durch verschiedene Kriterien