Rezension: Schwarzes Prisma


Fantasy Zyklus:Licht-Tetralogie
  • 2.79/3

2.8/3
(2 Bewertungen)


  
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Zyklus:Licht-Tetralogie
Band:1
Verlag:blanvalet
Seitenanzahl:800
Jahr:2011
Originaltitel:Black Prism. 01 The Lightbringer.
ISBN:978-3442268160
Perspektive:Er Erzähler
Altersempfehlung:Erwachsene
Kip erstarrte. Oh, es gab auch Wölfe. Wie konnte er die Wölfe vergessen? Ein anderer Wolf antwortete aus weiterer Entfernung. Ein peinigendes Geräusch, die Stimme der Wildnis selbst. Man konnte nicht anders, als zu erstarren, wenn man es hörte. Es war die Art von Schönheit, die einen dazu brachte, sich in die Hose zu machen. Kip biss sich auf die Lippen und setzte sich in Bewegung. Er hatte das deutliche Gefühl, dass er verfolgt wurde. Dass jemand sich an ihn heranpirschte. Er blickte hinter sich. Da war nichts. Natürlich. Seine Mutter sagte immer, er habe zu viel Fantasie. (1. Kapitel)

Inhalt

Sein Leben ist eine Lüge, seine Macht nur geraubt ... Gavin Guile ist der hoch geehrte Lord Prisma. Allein seine magischen Fähigkeiten, seine Intelligenz und seine Überzeugungskraft bewahren den unsicheren Frieden im Reich. Doch Gavin bleiben nur noch fünf Jahre zu leben. Fünf Jahre, um fünf unmögliche Ziele zu erreichen...


Rezension

von:
(280 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Vorneweg: Wir haben es hier wieder mit einem großartigen Stück Fantasy zu tun. Wie bei der (übrigens grandiosen) Schatten-Trilogie desselben Autors sind die ersten Seiten wieder sehr viel Input. Eine ganze Welt stürzt über einen zusammen. Jedoch sind die Ideen dieser Welt wieder innovativ und extrem interessant. Dass die Geschichte zunächst anfängt, wie die des Protagonisten der Schatten-Trilogie (arm wird besonders, zwei Mädchen, die im Kopf des Jungen herumspuken - noch ohne "Schaden" zu verursachen, fehlende Eltern, eine Art Mentor, der eine Tochter hat, ein Herrscher, verliebt und das ein oder andere Problemchen damit...)mag vielleicht zum Stirnrunzeln anregen - allerdings in diesem speziellen Fall würde ich dieselbe Geschichte in anderen Worten auch noch einmal lesen ;-). Vermutlich hat der Autor genau das absichtlich gemacht: Der Roman geht dann nämlich plötzlich in eine völlig, völlig andere Richtung. Ich musste zwar die Stelle fast zweimal lesen (damit hätte ich wirklich nicht gerechnet), aber als ich mir sicher war, dass wirklich das dastand, was eben dastand, war das Buch gleich nochmal so geheimnisvoll, spannend, mit unerwarteten Wendungen gespickt usw. Teils mag das zwar verwirrend sein, wenn man im Halbschlaf liest - was man nicht tun sollte ^^. Ein großer Pluspunkt ist auch die Sprache. Ich bin zwar immer noch der Überzeugung, dass das eigentlich unmöglich ist, aber irgendwie hat es Brent Weeks geschafft, einen Er Erzähler zu schaffen, der vor allem bei seinen herrlich sarkastischen Bemerkungen in die Ich Perspektive wechselt, ohne dass das erstens zu sehr auffällt und zweitens ohne dass es stört. Bewundernswert. Ein Genie mit Worten (die trotz auch düsterer Aspekte immer wieder zum Lachen anregen). Ach, nebenbei, die Charaktere sind auch eine gute Mischung. Keine übertriebenen Gutmenschen, keine übertriebenen Bösen, alle Handlungen begründet und jede Person in sich stimmig und nachvollziehbar. Dadurch, dass das ganze Buch spannend ist hätte man vielleicht am Höhepunkt nicht noch einen draufsetzen müssen und auch das Happy End, das Brent Weeks immer hervorzaubern muss, bildet einen Kontrast zu den düsteren, brutalen Abschnitten, die gezeichnet werden. Andererseits, ich habe nichts dagegen, wenn nicht alles in die Hose geht. Aber ein klein bisschen Drama hätte dem Buch keinen Abbruch getan. (Oh, ich habe mit mir gerungen, ob ich nicht doch hier und da einen halben Stern abziehe. Aber irgendwie...) Was wirklich schlecht an dem Roman war, war nur die Tatsache, dass es mich davon abgehalten hat, die Sachen zu tun, die ich eigentlich hätte tun sollen :-D

Rezension in einem Satz:

Spannend, ein sehr guter Einsatz der Sprache und eine hervorragende Idee. Erhellend, sozusagen ;-)



Rezension

von:
(1 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Schwarzes Prisma gehört nicht unbedingt zu den typischen Fantasy-Büchern (Elfen, Drachen, Kampf gegen das Böse,... fehlen hier), die ich sonst lese, aber der Actionreichtum und die Idee waren sehr überzeugend. Ich bin nicht jemand, die gerne auf Schlaf verzichtet, jedoch habe ich von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr morgens des Folgetages gelesen, um dann wieder gegen 10 Uhr morgens weiterzulesen. 20 Stunden später war leider meine Konzentration am Ende... Die Handlung kommt an kaum einer Stelle zur Ruhe. Die Romanze kommt bei Weeks in keinen Dingen zu kurz, auch wenn hierbei eher auf die Vorgeschichte zurückgegriffen wird. Wer Liebesdramen liebt, aber genug hat von den Abertausenden Teeny-Fantasybüchern, wo die eigentliche Handlung von dem Liebesverhältnis bis ins Irrelevante überlagert wird, sollte Schwarzes Prisma unbedingt lesen. Die Charaktere sind sehr realistisch. Es handelt sich nicht um einfach böse oder gute Menschen (bis auf eine Ausnahme). Gerade "Gavin Guile" scheint hierbei gleichzeitig der meist verhasste und der liebenswürdigste Charakter zu sein. Ständig enthüllt der Autor ein Geheimnis, welches die Meinung, die man über eine Person hat, total zusammenbrechen lässt. Jene in der anderen Rezession erwähnte Stelle ist dabei der schockierendste Wendepunkt (und deshalb nicht sofort nachvollziehbar), auch wenn es Dutzende mehr gibt. Ab und zu ist dies sehr verwirrend, aber Weeks schafft es dadurch die Spannung noch mehr zu erhöhen. Aber auch der Humor wurde nicht vernachlässigt. Da ich das Buch auf englisch gelesen habe, habe ich vielleicht nicht alles verstanden, aber die Sprache schien ziehmlich gut zu sein (ich kann leider nichts zur Übersetzung sagen und bin keine englische Muttersprachlerin/ Sprachwissenschaftlerin). Auch die Beschreibungen sind ein Pluspunkt. Orte und Menschen sind nicht zu wenig beschrieben, aber auch nicht so viel, dass die Spannung in irgendeiner Form abfallen könnte. Das Buch hält einen bis zum allerletzten Satz in seinen Bann.

Rezension in einem Satz:

Actionreich. Man kann nicht aufhören zu lesen. Ein Licht im Dunkel tausender (genialer) Fantasybücher!