Rezension: Renegade - Tiefenrausch


Fantasy Zyklus:Renegade
  • 2.00/3

2.0/3
(2 Bewertungen)


  
Buchdaten anzeigen ↓
Zyklus:Renegade
Band:1
Verlag:ivi
Seitenanzahl:368
Jahr:2012
Originaltitel:Renegade
ISBN:978-3492702812
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Jugend & Erwachsene
Mein Leben ist absolut perfekt. Jeden Morgen lässt mich Mutter um Punkt zehn Uhr von den Dienstmädchen wecken. Dann nehme ich ein leichtes Frühstück ein, anschließend folgt der obligatorische Besuch bei meinem Therapeuten. Es ist so schön, jemanden zu haben, mit dem man reden kann. (1. Kapitel)

Inhalt

Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-Jährige über die geheimnisvolle Welt regieren. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist. Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.


Rezension

von:
(48 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Äußeres Erscheinungsbild: Boom! Ich finde das Cover Wahnsinn. Es ist ziemlich genial. Das Buch hat mich gleich am Anfang direkt angesprungen. Es ist einfach künstlerisch absolut gelungen und passt auch total zum Inhalt des Buches. Zudem scheint das Mädchen in der Blase gefangen zu sein und schaut sehnsüchtig nach oben, zur Freiheit. Nur dass sie dunkelhaarig ist, kann ich nicht nachvollziehen, denn in Elysium sind alle blond. Im Englischen macht der Titel "Renegade" Sinn, im Deutschen nur, wenn mann der Übersetzung mächtig ist. (Ich verrat's Euch: es bedeutet abtrünnig.) Titel hat nichts mit der Unterwasserwelt zu tun, wie ich erst vermutet habe. Den Untertitel finde ich unnötig. "Tiefenrausch" hat eigentlich nichts mit dem Inhalt zu tun. Eigene Meinung: Der Mensch träumt schon lange davon unter Wasser atmen und leben zu können. Ich denke, dass die Unterwasserwelt die Nummer 1 der zu besiedelnden Orte der Menschheit ist, natürlich neben dem Weltall und fremden Planeten. Die Idee ist also nicht neu, denn wir wollen schon lange so etwas wie Elysium haben. Und dennoch finde ich die Mischung dieser Meeresgesellschaft und dem Dystopieteil sehr gelungen und spannend gemacht. Aspekte des Lebens unter Wasser wurden mal mehr und mal weniger ausführlich geschildert und ich hatte die ganze Zeit über sehr ausführliche Vorstellungen von Elysiums Aufbau. Elysium funktkioniert komplett autonom und ich finde es faszinierend und gleichzeitig erschreckend mir vorzustellen, dass so ein abgeschottetes Leben möglich ist. Der Inhalt dümpelt relativ gemächlich vor sich hin und erst zum Ende hin kommt sowas wie Spannung auf. Dennoch hat sich das Buch sehr gut lesen lassen. Es wurde halt mehr Aufmerksamkeit den Gefühlen der Personen und dem allgemeinen Zustand der Stadt gewidmet. Das habe ich sehr genossen, denn ich habe mich wirklich als Teil der Geschichte gefühlt und nicht nur als jemanden, der einfach nur hin und her in der Geschichte geschmissen wird. Mit der Zeit übrestürzen sich jedoch die Ereignisse und es wird einfach ein bisschen viel und dadurch wurde es etwas zerrissen und hier und da wirkte es unausgegoren. Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr ungewöhnlich und außerordentlich empfunden. Sie benutzt einige stilistische Mittel, ganz vorne die Anaphern. Der Anfang des Buches "wiederholt" sich hier und da durch einige Sätze und dadurch wird gleich zu Anfang an deutlich, dass nichts in Elysium so ist, wie es scheint. Zum Ende wird die ruhige Atmospähre jedoch aus ihren Angeln gerissen und J.A. Souders packt die Geschichte in blutige Begebenheiten voller Schmerz und Terror. Ihr Schreibstil entwickelt sich im Laufe der Geschichte, von sacht zu hart. Von der Protagonistin Evie wusste ich meistens nicht, was ich von ihr halten sollte. Ihre Entwicklung von der gehorsamen "Dienerin" Elysiums zur Rebellin ging einfach nicht ganz flüssig vonstatten und besonders am Anfang habe ich ihr ihr Aufmurren nicht ganz abgekauft. Ihr Zusammenspiel mit Gavin fand ich hingengen aber wieder sehr schön und süß. Gavin mochte ich mehr. Er ist ein süßer Junge, der sehr anpassungsfähig ist, um zu überleben. Er ist sehr mutig und macht das Beste aus seiner verzwickten Situation. Seine Humor war einfach herrlich und ich mochte es sehr, dass er eigentlich immer Kontra gegeben hat. Die Mutter war gekonnt böse geschrieben. Ich muss nicht immer Antagonisten haben, die nicht komplett schwarz sind. Ich bin froh, dass die Mutter wirklich komplett böse ist. Das Zusammenspiel zwischen Evie und Gavin war einfach sehr süß mitanzusehen. Ihre langsame Annäherung am Anfang war sehr realistisch und war das Beste am Buch. Ihre kleinen Neckereien waren einfach knuffig und der Beginn ihrer Beziehung war einfach sehr nachvollziehbar. Am Ende überstürzen sich die Ereignisse und eine überraschende Wendung hat mich total unvorbereitet getroffen. Auch wenn das Ende recht rund ist, so ist doch gar nichts geklärt. Es sind noch viele Fragen offen und ich hoffe, dass Band 2 bald übersetzt wird.

Rezension in einem Satz:

Das Buch ist ein Page-Turner. Egal ob nun aufgrund der ruhigen Anfangsatmospähre und dem Kennenlernen von Allem und Jeden oder dann zum Ende hin, wo es nur so vor Spannung wimmelt und es immer wieder neue unerwartete Wendungen gibt. Das Zusammenspiel der Charaktere hat einfach gestimmt und im Endeffekt konnten so viele kleine Schwächen ausgeglichen werden und das Buch wird in positiver Erinnerung gehalten werden.



Rezension

von:
(41 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Die Geschichte Evelyn Winters ist die Tochter des Volkes, die von der Mutter adoptiert wurde. In Elysium gilt sie als die perfekte junge Frau. Sie ist blond, blauäugig und hat helle Haut. Auch gibt es bestimmte Regeln in Elysium. So dürfen sich nur die Menschen berühren, die verpaart wurden. Und das werden sie nur, wenn ihre Gene so gut zusammenpassen, dass die Frau gute Kinder bekommen wird. Als Evelyn in ihrem Garten ist, taucht plötzlich jemand fremdes auf: der Oberflächenbewohner Gavin Hunter. Evelyn kann ihn vor der Erschiessung retten, die eigentlich allen Eindringlingen droht. Doch sie freundet sich unter dem Vorwand, dass sie Antworten von ihm haben will, mit ihm an. Mutter ist davon nicht begeistert und droht Evie damit, ihren Verpaarungskandidaten selbst auszusuchen, wenn sie es nicht bald tut. Sie entscheidet sich für Gavin als Verpaarungspartner, der nach einem Test die perfekten Gene hat. Doch Mutter plant, ihn trotzdem umzubringen, egal, was Evelyn will. Diese hört aber alles mitan und flieht mit Gavin. Sie will ihm helfen, wieder an die Oberfläche zu gelangen, doch Mutter will das unbedingt verhindern. Auf der Flucht kommen Gavin, Evelyn und ihre Freundin Macie der Entstehung von Elysium auf die Spur. Doch Mutter ist ihnen immer einen Schritt voraus. Evelyn beginnt, sich an immer mehr Dinge aus ihrer Vergangenheit zu erinnern und schon bald kommt heraus, das sie ein dunkles Geheimnis hat, von dem weder Gavin noch sie etwas wissen. Meine Meinung Renegade ist ein Buch, in dessen Geschichte sich alles unter Wasser, jedoch nicht direkt IM Wasser abspielt. Zuerst könnte man auf die Idee kommen, dass es um Menschen im Wasser geht, die dort wie Arielle, die Meerjungfrau leben. Doch dem ist nicht so. Es ist eine Geschichte über Liebe und Lügen. Schon der Titel, Renegade, der ‘Abtrünniger’ oder ‘Überläufer zu einer anderen Glaubensgemeinschaft’ bedeutet, lässt vermuten, dass es eine kleine Rebellion gibt. Jemand, der das System durcheinanderbringt, so wie Gavin das in Elysium tut. Evelyns Charakter ist mir recht sympathisch, auch wenn sie mir leid tut. Sie wird manipuliert, ohne es am Anfang zu wissen. Gavin ist erst ein fremder Oberflächenbewohner, jedoch scheint er sich schnell in Evie zu verlieben, dass er alles für sie tun würde. Besonders toll finde ich an dem Buch noch das pinke Lesebändchen sowie die Schlussworte von Mrs. Souders, in dem sie dem Leser dankt, sich bei der großen Auswahl für ihr Buch entschieden zu haben. Und auch die Kapitelanfänge sind gut gestaltet. Über jedem Kapitel stehen entweder Gesetze von Elysium, Tagebucheinträge von Mutter oder Evelyn, Sätze von Handbüchern für Vollstreckerinnen oder etwas anderes bedeutendes von Elysium. Als Leser bekommt man einen Einblick in die Regierung und die Maßregelung der Bewohner. Der kleine Kritikpunkt ist jedoch die Gewalt, die am Ende noch zur Schau gestellt wird und meiner Meinung nach in die Geschichte nicht passt. Jedoch warte ich gespannt (wie fast immer) auf die Fortsetzung. Meine Bewertung Eine Geschichte unter Wasser, abgeschnitten von der Außenwelt. Mir hat es gefallen, deswegen 5 Sterne.

Rezension in einem Satz:

Eine Geschichte unter Wasser, abgeschnitten von der Außenwelt. Wirklich toll!