Rezension: Mein fahler Freund/ Warm Bodies


Fantasy
  • 3.00/3

3.0/3
(1 Bewertung)


  
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Zyklus:
Band:
Verlag:Tropen bei Klett-Cotta
Seitenanzahl:299
Jahr:2011
Originaltitel:Warm Bodies
ISBN:978-3608501292
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Jugend & Erwachsene
Ich bin tot, aber das ist nicht so schlimm. Ich habe gelernt, damit zu leben. Tut mir leid, dass ich mich nicht richtig vorstellen kann, aber ich habe keinen Namen mehr. Kaum einer von uns hat noch einen. Wir verlieren sie wie Autoschlüssel, vergessen sie wie Geburtstage. Meiner könnte mit einem R angefangen haben, aber genau weiß ich es nicht. Was lustig ist, denn früher, als ich lebendig war, habe ich ständig die Namen anderer Leute vergessen. Mein Freund M sagt, das sei die Ironie, wenn man ein Zombie ist: Alles ist komisch, aber man hat nichts zu lachen, weil einem die Lippen weggerottet sind. (1. Kapitel)

Inhalt

Der erste Zombie-Liebesroman: R ist ein Zombie. Es ist ihm peinlich, dass er sich nur an den ersten Buchstaben seines Namens erinnern kann. Wie die anderen Zombies verbringt R seine Zeit mit Herumstehen und Stöhnen. Was die Wenigsten wissen: Tot sein ist leicht. Bei einem der Raubzüge in der Stadt trifft R auf Julie. Dummerweise hat er gerade das Hirn ihres Freundes gegessen. R weiß nicht warum, aber er verliebt sich unsterblich in Julie - ausgerechnet in ein lebendes menschliches Wesen...


Rezension

von:
(29 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Ich glaube, die meisten von euch denken, wenn sie die Inhaltsangabe gelesen haben, Twilight 2.0 (oder so was in der Art). Aber ich kann euch versichern, dass es sich bei Warm Bodies, keinesfalls um einen billigen Abklatsch handelt. Denn Warm Bodies bietet viel mehr als nur eine null-acht-fünfzehn übernatürliche Teenie-Romanze, es geht zwar schon um die Liebesgeschichte zwischen R und Julie, dabei ist sie sehr intelligent aber auch witzig geschrieben, das komplette Buch ist aus der Sicht von R (außer ein winzig kleiner Absatz im Kapitel Leben, da wechselt es kurz zum ER-ERZÄHLER). Die Tatsache, dass R in der Lage ist, eigenständige, intelligente Gedanken zu formen, ist nicht unbedingt ein fataler Bruch mit gängigen Zombie-Mythen, denn Zombies verhalten sich in diesem Buch durchaus so, wie wir sie kennen: Wankende, knurrende, stinkende Leichen, die ihren Instinkten folgen und sich im Blutrausch auf alles menschliche Leben stürzen, welches ihren Weg kreuzt. Doch als R Juli trifft, verwandelt sich der scheinbar hirnlose Zombie plötzlich: er denkt, fühlt und liebt sogar.

Rezension in einem Satz:

Spannend, intelligent und kreativ. Schöne Liebesgeschichte, die mehr ist, als es zunächst den Anschein hat. Ich kann "Warm Bodies" nur wärmstens empfehlen und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.