Rezension: Everlight. Das Buch der Unsterblichen.


Fantasy Zyklus:Aeternitas
  • 2.17/3

2.2/3
(2 Bewertungen)


  
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Zyklus:Aeternitas
Band:1
Verlag:Knaur HC
Seitenanzahl:240
Jahr:2012
Originaltitel:The Alchemy of Forever
ISBN:978-3426653265
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Jugend
“Sterben ist das Tapferste, Menschlichste, was ich in den sechshundert Jahren getan habe.” (Seite 32)

Inhalt

Seraphina und Cyrus lieben sich, doch was als bezaubernde Liebesgeschichte beginnt entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Fluch. Vor 600 Jahren sollte Seraphina sterben doch Cyrus gab ihr ein Elixir dass sie am Leben hielt, im Körper einer anderen. Seitdem hat sie, ebenso wie Cyrus, den Körper gewechselt sobald der Alte nicht mehr zu gebrauchen war. Seraphina will keine Körper mehr stehlen und für den Tod von anderen verantwortlich sein, also flieht sie um ihrem Leben ein endgültiges Ende zu setzen. Doch dann kommt alles anders als erwartet...


Rezension

von:
(42 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Wahrscheinlich hat so manch einer sich schonmal gewünscht, ewig leben zu könnnen oder zumindest den Zeitpunkt des Todes selber zu bestimmen bzw. das Leben verlängern zu können. Und selbst wer nicht diesen Wunsch verspürte, hat sicher dennoch schonmal über das Thema nachgedacht. Welch Wunder wäre es auch, ewiges Leben. Welche Macht könnte man damit erlangen. Doch will man dafür wirklich den Tod von anderen in Kauf nehmen? Seraphina will eben dies irgendwann nicht mehr. 600 Jahre Leben nehmen, um selber leben zu können, sind ihr mehr als genug und sie beschließt dem ein Ende zu setzen und flieht, um ihr Leben zu beenden. Beides ist verständlich. Wenn man sich plötzlich dem Tod gegenübersieht und die Wahl hat weiterzuleben oder zu sterben, wofür würde man sich selber entscheiden? Aber wie lange kann man es mit sich selber und seinem Gewissen vereinbaren, anderen dafür das Leben zu nehmen? Ein Gewissenskonflikt, von dem man sich sehr gut vorstellen kann, wie zermürbend er sein muss. Als Seraphinas Selbstmordversuch dann völlig anders verläuft als erwartet, lernt sie plötzlich etwas kennen, was sie in den ganzen 600 Jahren ihres “Weiterlebens” nicht hatte: Familie, Geborgenheit, Liebe, Alltag. Sie geht zur Schule, hat Freunde und verliebt sich und sie fängt an, doch noch an ein glückliches Leben zu glauben. Obwohl mehrere Charaktere in dem Buch vorkommen, liegt der Fokus ganz klar auf Seraphina. Seraphina ist eher ruhig und zurückhaltend, meistens beugt sie sich dem Willen von Cyrus und macht ihre Gefühle und Gedanken dazu mit sich selber aus. Es ist schade, dass man sehr wenig aus ihrem früheren Leben erfährt. Das Buch beginnt kurz vor ihrem Tod und danach erfährt man nur Bruchstücke, hauptsächlich, wieso sie ihre Mutter vermisst. Von Cyrus erfährt man noch weniger, gerade das ist sehr schade. Da immer wieder erwähnt wird, er habe sich erst über die 600 Jahre so sehr negativ entwickelt, wäre es doch interessant, zu wissen, wie diese Entwicklung aussah. Sind Dinge vorgefallen die ihn verändert haben? Wie sind seine Gefühle dazu? Wurde er einfach nur machtgierig? Das sind leider Fragen, auf deren Antwort man in diesem Buch verzichten muss. Der Schreibstil ist dafür gut und flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt. Die Kapitel sind recht kurz und das Buch ist allgemein nicht sehr dick, manchmal wäre etwas mehr Ausführlichkeit schön gewesen. Obwohl das Buch einiges verspricht, bleibt die Spannung größtenteils aus. Natürlich ist es interessant zu verfolgen, wie Seraphinas Pläne sich ändern, vom Selbstmord zum glücklichen Teenagerleben. Aber mehr als interessant eben auch nicht. Es gibt auch keinen großen Showdown sondern ein recht plötzliches aber scheinbar endgültiges Ende.

Rezension in einem Satz:

Es ist ein nettes Buch für zwischendurch, hat jedoch einige Schwächen.



Rezension

von:
(5 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Meine Meinung Everlight besticht als erstes durch das wunderschöne Cover. Es trägt eine rosa Orchidee. Das Cover hat einen wunderbaren Glanz. In dem Buch selbst findet man in Abständen Zeichnungen auf einigen Seiten, in schwarz weiß. Da wurde sich wirklich sehr viel Mühe mit dem Design und dem Cover gegeben! Seraphina ist ein sehr starker Charakter, sie hat 600 Jahre Leben hinter sich. Die ersten Jahre waren voller Freude, doch je mehr die Liebe zu Cyrus verschwand, desto zorniger und körperlich unberechenbarer wurde er. Seraphina hat mit ihm die Hölle durchlebt und möchte nun endlich sterben. Sie will keinen Tag länger an Cyrus Seite sein. Doch dann kommt alles anders und Seraphina entwickelt wieder Lebenswillen und Kampfgeist. Cyrus ist ein wirklich starker und unheimlicher Bösewicht. Er schreckt nicht zurück vor einem Mord, das Leben der Menschen bedeutet ihm nichts. Für ihn stehen die Wiedergeborenen über den Menschen und das wird sich auch nicht ändern. Er ist immer auf der Suche nach mehr Macht. Ich muss sagen, dass das Buch mit jeder Seite an Spannung zulegt. Es gibt sowohl überraschende Wendungen als auch traurige und romantische Momente. Als Leser kann man die nächste Seite kaum erwarten und genau so sollte es bei einem Buch sein. Das Ende hat einen Cliffhanger und ich bin froh, dass der zweite Teil im April 2014 erscheint, und ich dann erfahre wie es weiter geht. Der Schreibstil ist flüssig und mit einfachen Worten. Die Umschreibungen der Orte und auch des Elixirs sind toll geworden. Am besten hat mir gefallen, wie die Autorin die Angst von Seraphina umgesetzt hat. Wirklich nervenaufreibend. Das einzige dass ich zu bemängeln hätte ist die Anzahl der Seiten, es könnten sehr gerne mehr sein! Ein überzeugendes Debüt, dass Lust auf mehr macht.

Rezension in einem Satz:

Unsterblichkeit hat seinen Preis, doch die Höhe steht noch nicht fest.