Rezension: Dilum: Jäger des ewigen Lebens


Fantasy
  • 1.75/3

1.8/3
(1 Bewertung)


  
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Zyklus:
Band:
Verlag:Ueberreuter
Seitenanzahl:448
Jahr:2012
Originaltitel:
ISBN:978-3800056897
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Erwachsene
Schweigend blickte der Mann auf die Stadt tief unter sich hinab. Er hatte die niedrigen Holzhäuser, die sich um die erste Brücke über den Fluss Tamesas drängten und innerhalb kürzester Zeit zu der Stadt Londinium angewachsen waren, niemals mit eigenen Augen gesehen – so viele Jahrhunderte lasteten nicht auf seinen Schultern. Aber dennoch wäre jeder, der in das glatt rasierte, beinahe faltenlose Gesicht des Mannes geblickt und ihn auf etwa fünfundvierzig Jahre geschätzt hätte, verblüfft, ja hellauf entsetzt gewesen, wenn er dessen wahres Alter erfahren hätte. (1. Kapitel)

Inhalt

zum Inhalt: Colin Rendall ist Professor für Althistorik an einer Berliner Uni. Eines Tages auf gerät er auf dem Heimweg in eine Demonstration und entdeckt in der demonstrierenden Menge Annika, eine seiner Studentinnen. Es kommt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, wobei Colin Annika vor einer Dummheit bewahrt und sie vom Ort des Geschehens weg und in Sicherheit vor der Polizei bringt. Auf ihrer Flucht gelangen die beiden in die Galerie des Russen Artemjew, der die beiden wiederum vor der Polizei versteckt. In der Galerie hängen Fotografien eines Franzosen namens Morlot, wovon eine Colin besonders fasziniert. Obwohl nicht eben ein Schnäppchen, beschließt Colin dieses Bild zu kaufen, welches in seiner Wohnung plötzlich zum Leben erwacht. Damit beginnt für Colin ein Abenteuer, in das alsbald auch Annika hineingezogen wird. ...


Rezension

von:
(5 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Meine Meinung: Die Vorstellung, dass jemand mehrere hundert Jahre leben könnte, fand ich zunächst faszinierend, aber gleichzeitig auch sehr erschreckend. Denn recht überlegt, wäre so etwas wohl eher Fluch als Segen, wenn rings um einen selbst alle sichtbar altern und dann immerzu wegsterben, während man selbst ewig lang frisch und jung bleibt. Die Geschichte und die Wesen in und um Dilmun, sowie den Kampf um den Garten fand ich sehr ideenreich und gut durchdacht. Die Schauplätze des Geschehens sind so eindrucksvoll beschrieben, dass es sich beim Lesen für mich so anfühlte, als wäre ich mittendrin. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Einziges Manko war, fand ich, dass bei der ersten Vorstellung der verschiedenen Charaktere teilweise etwas zu sehr ausgeholt wurde, wodurch sich die Geschichte stellenweise doch etwas zäh las. Zum Glück kam dennoch jedes Mal rechtzeitig wieder Schwung ins Geschehen. Die Charaktere sind, davon abgesehen, aber allesamt sehr klar und eindringlich dargestellt und ich konnte mit ihnen mitfiebern. Die Devas und Ashuras und auch die Hintergründe ihres Streits haben mir gut gefallen. Ebenso die menschlichen Charaktere, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten, sich aber gerade deswegen hervorragend ergänzen. Verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Zielen, die aber jeder für sich einen wichtigen Teil zum großen Ganzen darstellen. Dies zu verdeutlichen ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Das Ende wartete zudem mit einigen Überraschungen auf und konnte mich nochmal so richtig fesseln.

Rezension in einem Satz:

Dilmun war für mich ein interessantes und unterhaltsames Leseerlebnis und wird ganz sicher auch andere Leser des Genres begeistern können.