Rezension: Die Seiten der Welt


Fantasy
  • 2.75/3

2.8/3
(2 Bewertungen)


  
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Zyklus:
Band:
Verlag:FISCHER FJB
Seitenanzahl:560
Jahr:
Originaltitel:
ISBN:978-3841421654
Perspektive:Er Erzähler
Altersempfehlung:Kinder & Jugend & Erwachsene
Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt. Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch von Magie. (1. Kapitel)

Inhalt

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln. Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher...


Rezension

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(75 Rezensionen)
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Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




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Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Furia Salamandra Faerfax rettet die Bücher und ihren kleinen Bruder Pip. Pip hätte für meinen Geschmack noch einen größeren Part übernehmen können, doch der kleine Junge, der sich so vor Clown´s fürchtet hatte leider nur wenig Text. Am Anfang hatte ich schon Angst, dass es nur um Flucht und die Herausgabe eines Gegenstandes ging, wie es in einigen Geschichten der Fall ist, doch die Geschichte hat sich gut entwickelt und mich am Schluss doch noch begeistern können. So viel Fantasie hat dann doch 5 Sterne verdient. Lampe und Sessel haben mir erst gar nicht gefallen...Schimmelrochen, da muss man erstmal drauf kommen, viele großartige Gestalten haben mich auf eine schöne Reise mitgenommen!

Rezension in einem Satz:

Furia rettet die Bücher



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(2 Rezensionen)
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Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Die Protagonistin in 'Die Seiten der Welt' ist die 15-Jährige Furia Salamandra Faerfax, die gemeinsam mit ihrem Bruder Pip und ihrem Vater Tiberius, sowie 3 Angestellten, in England in einem riesigen Landsitz lebt. Aufgezogen werden die Kinder von den Angestellten Pauline und Wackford, sowie dem Hauslehrer, denn ihre Mutter ist verstorben und ihr Vater eher ekzentrisch. Furia ist wie ihr Vater Bibliomantin - sie besitzt also eine ganz besondere Beziehung zur Literatur, denn aus dieser schöpft sie Kräfte, um außergewöhnliche Dinge zu vollbringen. Da ihr Seelenbuch sie bisher nicht gefunden hat, ist ihre Kraft begrenzt, denn erst mit einem Seelenbuch können Bibliomanten ihr volles Potential ausschöpfen. Am Anfang des Buches wird man in die Welt der Bibliomantik eingeführt. Furia schleicht durch die schierendlos wirkenden Gänge der Bibliothek, die in den Katakomben der Residenz liegt und Millionen und Abermillionen von Büchern umfasst. Diese hat bereits ein ganz eigenes Leben begonnen, denn dort flattern Origamitierchen umher und fressen den Staub von den Büchern. Ypsilonzett, ein Wirrwarr von Buchstaben, unterhält sich mit Furia und warnt sie von einem bevorstehenden Angriff durch einen Schimmelrochen - Schimmel der ein Eigenleben entwickelt hat. Direkt ist man gefesselt in der Geschichte und möchte immer mehr erfahren. Gemeinsam mit ihrem Vater sucht sie die sogenannten 'leeren Bücher', um sie zu vernichten und so die Entschreibung und damit die Vernichtung aller Bücher aufzuhalten. Doch bei der Suche eines weiteren Bandes der 'leeren Bücher' läuft alles schief und verändert Furias Leben völlig. Der Wettlauf um ihr Leben und die Rettung der Literatur beginnt. "Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt. Neue Bücher rochen nach Druckerschwärze, nach Leim, nach Erwartungen. alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen von denen sie erzählten. Und gute Bücher verströmten ein Aroma, in dem das alles steckte, und dazu noch ein Hauch Magie." ~ S.9 MEINUNG und FAZIT Bei 'Die Seiten der Welt' handelt es sich um ein wundervolles Buch, welches sehr gut geschrieben ist. Plumpe Sätze wird man nicht finden, denn Kai Meyer schreibt in einem sehr ansprechenden Stil. Man fällt sofort in den Bann des Buches und lässt sich verzaubern. Jedoch ist es nicht nur eine fantastische Welt von Schimmelrochen, Figuren die aus Büchern Fallen und staubfressenden Origamitieren. Es ist eine grausame und mörderische Welt, die durch Rebellion, Terrorismus, Mord und Totschlag geprägt ist. Ich muss gestehen, dass ich sehr überrascht war, wie viel Gewalt im Endeffekt in diesem Buch war und wie gedankenlos getötet wird. Selbst Teenager töten ganz beiläufig den ein oder anderen Charakter. Leider kommen einige der Charaktere ziemlich kurz - für mich spannenende Figuren wie die Origamis und Ypsilonzett kommen nur selten und kurzzeitig vor. Außerdem sind viele Charakteränderungen im Buch nicht wirklich nachvollziehbar, denn von jetzt auf gleich wird Freund zu Feind, Feind zu Freund. Und überhaupt wirken einige der Charaktere eher bipolar. ;) Besonders störend empfand ich dies bei der Protagonistin Furia, denn sie wirkte zuweilen nervig und unsympathisch durch ihre Unbelehrbarkeit und gewisse Naivität. Ihr Handlungen waren stellenweise sehr undurchdacht und kindisch. Auch wenn eine gewisse Naivität zu einer 15-Jährigen dazu gehört, hätte es dem Buch nicht geschadet ihre Dickköpfigkeit einwenig zu minimieren. Dennoch habe ich sehr gerne mit Furia die Welt der Bibliomantik entdeckt und kennengelernt, denn es ist eine faszinierende Welt. Der Spannungsbogen wurde im Laufe der Geschichte immerwieder angezogen. Doch das Ende war für mich eher enttäuschend. Die Idee war definitiv genauso toll wie der Rest des Buches, aber es wirkte sehr gehetzt. Für mich fehlte ein richtiges Ende, denn zum Schluss wurden lediglich ein paar Fäden zusammengeführt und plötzlich ENDE. Schluss. Aus. Stopp. Vielleicht wird eine Fortsetzung geplant und aus diesem Grund wurde ein eher abruptes Ende gewählt. Doch für mich fehlte einfach noch ein bisschen, um von einem guten, zufriedenstellendem Ende sprechen zu können. Nichtsdestotrotz empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter. Nicht nur Fans der Tintenwelt werden ihre Freude daran haben. Für mich ist es ein Muss in meinem Regal und kann es jedem nur ans Herz legen. Mich hat die Welt sofort in ihren Bann gezogen, so dass ich das Buch an nur drei Abenden verschlungen habe. Und nebenbei sieht das Buchcover einfach nur toll aus. In den filigranen goldenen Arbeiten versteckt sich so viel - die kleinen Origamis oder die Schreibfeder, welche im Buch vorkommen. Die liebe zum Detail ist einfach herrlich. Selbst wenn jemand auf den Schutzumschlag verzichten möchte, findet sich darunter auf schwarzem Grund das goldene Weltensymbol. "Die Worte verklangen in einer Explosion aus Violett, einem Sturmwind, der Furia packte und in einen Strudel aus Lichtern riss. Isis war neben ihr, und um sie rachelten die Seiten der Welt, als sie durch deren Zeilen stürzten, winzig im Schatten titanischer Lettern." ~ S.418

Rezension in einem Satz:

In unbekannte Welten abtauchen



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(46 Rezensionen)
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Spannung:
Romantik:
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Fazit

„Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer liegt nun schon seit über einem Jahr in meinem Regal und staubt so vor sich hin. Ich wollte es ENDLICH, bevor der zweite Teil herauskommt gelesen haben, um zu wissen, ob ich den zweiten Teil auch lesen muss. Definitiv JA! Furia ist ein großartiger Charakter, vor allem da sie so viel Schreckliches mitmachen muss. Was ich ganz toll fand, war, dass Kai Meyer hier eine riesige Welt erschaffen hat. Die Reise, die Furia auf sich nimmt, um gegen die Entschreibung aller Bücher zu kämpfen, ist fantastisch ausgebaut. Die anderen Charaktere sind wunderbar ausgebaut, bekommen ihren Teil an Aufmerksamkeit in der Geschichte und sind ein wichtiger Teil für Furia und die Entdeckung, die sie zu allerletzt macht. Kai Meyer hat ein tolles Buch geschrieben mit der Geschichte unserer Bücher in unseren Regalen. Wunderbar detailiert erzählt. Was mich manchmal gestört hat, denn zwischendurch gab es leider immer wieder Passagen, bei denen ich dachte, dass ich sie überblättern könnte. Sie waren mir einfach zu langatmig. Alles in allem ein wunderbares Buch! Ich werde den zweiten Teil von „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer definitiv und mit Genuss lesen. Ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit Furia, ihren Freunden und der Bibliomantik. Daher gebe ich dem Buch 4,5 Herzen, da mich eben einige Passagen schon gestört haben, es aber ansonsten ein unterhaltender Genuss war.

Rezension in einem Satz:

Einige Passagen waren mangelhaft, andere dafür umso überzeugender und unterhaltender



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(3 Rezensionen)
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Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Dieses Buch ist ein herausragendes Highlight der fantastischen Literatur! Ich liebe die grandiosen und herrlich skurrilen Ideen, die der Autor hier verarbeitet hat. Die gesamte Atmosphäre strahlt den Geruch alter, kostbarer und magischer Bücher aus und man sieht sich förmlich selbst die engen Gänge einer unendlichen Bibliothek mit all ihren Geheimnissen entlangwandern. Das Einzige was ich bemängeln kann ist, dass bei der temporeichen Handlung mit vielen actionreichen Kämpfen, dem Leser leider zu wenig Raum gegeben wird, die vielen wundersamen Dinge auf sich wirken zu lassen und zu genießen. Insgesamt bin ich jedoch rundum begeistert, da dieses Buch alles beinhaltet, was ich mag und auch mit der richtigen Mischung von Fantasie, Spannung, Atmosphäre, Romantik und interessanten Charakteren aufwartet.

Rezension in einem Satz:

Herrlich skurrile Ideen in einer magischen Atmosphäre.