Rezension: Die Furcht des Weisen Teil 1


Fantasy Zyklus:Königsmörder Chronik
  • 2.88/3

2.9/3
(1 Bewertung)


  
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Zyklus:Königsmörder Chronik
Band:2
Verlag:Klett-Cotta
Seitenanzahl:860
Jahr:2011
Originaltitel:The Wise Man´s Fear
ISBN:978-3608938166
Perspektive:Er Erzähler
Altersempfehlung:Erwachsene
"Sehr gut. Ich hätte auch akzeptiert: Wieso habt Ihr keinen Schlüssel für diese Gemächer? oder Was machen wir hier?" Er sah mich ernst an. "Türen werden nicht ohne Grund abgeschlossen. Und Leute, die keinen Schlüssel haben sollten aus gutem Grund draußen bleiben." (8. Kapitel)

Inhalt

Eine Intrige zwingt Kvothe die arkanische Universität zu verlassen. Seine Suche nach den sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, führt ihn an den Hof von Maer Alveron, und weiter zu den sturmumwogten Hügeln von Ademre. Schließlich gelangt er in das zwielichtige Reich der Fae, wo er der sagenumwobenen Felurian begegnet, der bisher noch kein Mann widerstehen konnte ...


Rezension

von:
(286 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Capeau! Irgendwie komm ich nicht umhin, dieses Buch – den Schreibstil dieser Reihe – in die Riege meiner absoluten Lieblingsbücher aufzunehmen. So, wo fangen wir an. Zum einen mal ist die Genialität zu loben, mit der es dem Autor gelingt, den Leser anzusprechen, ohne direkt auf ihn Bezug zu nehmen (was in den meisten Fällen nämlich sehr albern wird). Als Beispiel: Der Großteil des Buches handelt von den Jugendjahren Kvothes, der als bereits (noch nicht so lange) Erwachsener seine Geschichte erzählt (klingt langweilig, ist es aber definitiv nicht!!!). Wenn also ein „wie ihr ja wisst“ oder so etwas kommt, richtet sich das nicht an den Leser, sondern an die Zuhörer, denen Kothe seine Geschichte erzählt. Irgendwie bindet das den Leser in diesem Fall sehr viel mehr in die Geschichte ein und fesselt noch mehr. Andere Länder, andere Sitten: Sehr schön finde ich die Idee, dass ein Volk seine Gesichtsausdrücke mit Gesten ausdrückt. Die Begründung ist meisterhaft und ich möchte erst gar nicht versuchen, sie nachzuahmen (ich habs beim Schreiben dieser Rezension versucht, da es aber nicht sonderlich gelungen ist, hab ichs lieber sein lassen. Im Buch ist die Erklärung ein wahrer Schatz). Fasziniert bin ich nach wie vor von der Tatsache, dass man doch eigentlich so viel über Kothe weiß und die Geschichte trotzdem spannend ist. Man kennt das Ende, kann sich aber beim besten Willen niemals vorstellen, wie es so weit kommen kann. Und dann, Schritt für Schritt, ohne DIE große Entscheidung sondern vielmehr durch sehr viele Einzelhandlungen (wie im richtigen Leben), geschieht ein Ding nach dem andere. Logisch – verdammt logisch. Und nicht vorher zu erahnen. Und das ist das Beste am Buch, wie ich finde: (Abgesehen von einem Ausrutscher in etwas mehr Magie) Alles ist absolut logisch. Dinge, wie sie in diesem Buch passieren, passieren im alltäglichen Leben (lässt man die Magie und so weg) auch. Es gibt keine ach so großen Helden und Magier, die im entscheidenden Moment einfach mal den Notretter spielen, damits ein bisschen geballter, wuchtiger, effekthascherischer wird. Im Gegenteil. Ein Schritt folgt auf den nächsten, ein Fehler bleibt ein Fehler. Ein Herrscher, egal wie viel er einem zu verdanken hat, bleibt in erster Linie ein Herrscher. Nebenbei sind die Veranschaulichungen sehr treffend (auch wenn die Schuhe schon mal da waren), die eingeworfenen Geschichten sehr schön, die Handlung mitreißend, die Charaktere brillant, die Sprache auf einem leicht zu lesendem und dennoch sehr hohem Niveau und die Alltagsbeobachtungen grandios. Ok. Ich schwärme schon wieder. Aber selbst wenn es den ein oder anderen Kritikpunkt geben mag (Lektorat und so), würde er ohnehin nichts an meinem Urteil ändern.

Rezension in einem Satz:

Ein Spiel mit den Erwartungen. Ein sehr gutes.