Rezension: Die Dreizehnte Fee - Erwachen


Fantasy Zyklus:Die Dreizehnte Fee
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2.3/3
(2 Bewertungen)


  
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Zyklus:Die Dreizehnte Fee
Band:1
Verlag:Drachenmond
Seitenanzahl:212
Jahr:
Originaltitel:
ISBN:
Perspektive:Er- sowie Ich-Erzähler
Altersempfehlung:Kinder & Jugend & Erwachsene
»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns. »Wie viele …« Ich zögere, bevor ich das Wort ausspreche – es fühlt sich fremd an. »Wie viele Hexen gibt es noch?« »Zu viele«, kommt die kalte Antwort. »Du bist ein Jäger. Was bedeutet das?« »Ich töte Hexen.« »Auch die Dreizehn?« »Gerade die.« Ich nicke und blicke nach vorne. »Gut.« Das ist alles, was ich sage und meine es auch so. Je mehr sie gejagt werden, desto eher werden sie fallen.

Inhalt

ICH BIN NICHT SCHNEEWITTCHEN. ICH BIN DIE BÖSE KÖNIGIN. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. Es ist kein klassisches Märchen, sondern eine märchenhafte Tragödie über Liebe und Schuld. Bekannte Gestalten, vertraute Geschichten, die doch nicht so sind, wie wir sie uns vorgestellt haben. Böse und Gut sind eins – die Grenze zwischen Schuld und Unschuld verschwimmt. Lasst euch verzaubern. Folgt der Fee auf ihrer Reise durch eine magische Märchenwelt, liebt mit ihr den Hexenjäger, leidet und hasst, trauert und hofft. Seid ihr mutig genug der Kinderfresserin entgegenzutreten?


Rezension

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Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Wer damit rechnet, dass Julia Adrian, die Autorin, ein Happy End in dieses überaus fantastisch märchenhafte Buch hineingebracht hat, der darf sich freuen – es gibt nämlich keines! In letzter Zeit ist mir aufgefallen wie geballt schön so „kurze“ Bücher sein können und dass sie einfach noch treffender geschrieben sind als die Bücher, die unendlich viele Seiten haben. Julia Adrian hat mit „Die Dreizehnte Fee“ märchenhafte Wesen zusammengebracht und ein schaurig-schönes Zusammenspiel daraus geschrieben. Diese Art von Märchen liebe ich und es war düster, grausam, direkt und schnelllebig. »Der Schrecken braucht einen Namen, um ihm die Angst zu nehmen. Und um ihn zu jagen.« [Seite 18] Lilith, die böse Königin und hier die Hauptperson, wird aus dem Dornröschenschlaf von einem Prinzen erweckt, der daraufhin abhaut und durch die Hand ihrer Schwester stirbt. Der Hexenjäger nennt sie von nun an sein Eigen und nimmt sie überall mit hin. Er will nämlich ihre Schwestern töten und auch sie will Rache. Auch, wenn sie verändert scheint und es immer wieder beweisen will, entscheidet sie sich am Ende ihre Menschlichkeit zu überprüfen und dem Schicksal in die Hände zu fallen. Auch in diesem Märchen geht es um Liebe. Lilith, die vor ihrem Dornröschenschlaf so unglaublich böse war, spürt jetzt ein Gefühl – ein Gefühl, das sie nicht kennt. Andauernd fragt sie den Hexenjäger nach der Liebe und ob sie sich so anfühlt. Was mich an diesem Thema gestört hat, waren die Liebesszenen mit dem Hexenjäger. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass man als Hexenjäger eine Hexe beziehungsweise Fee nach gefühlten 5 Minuten körperlich lieben muss. Das hat für mich ehrlich gesagt dieses Märchenhafte aus der Geschichte herausgebracht. Die Vereinigung, die Julia Adrian hier mit all den märchenhaften Geschöpfen gebracht hat, hat einzig und allein etwas mit Genialität zu tun. Ich durfte bei jedem Namen immer miträtseln, was mich dann immer zum Nachdenken gebracht hat. Die Kinderfresserin, Brunnenhexe und die Giftmischerin sind davon nur ein paar. Auch, wenn ich bei den drei Hexen auf böse Geschöpfe aus Schneewittchen, Hänsel und Gretel und dem Froschkönig getippt habe, sind es dennoch nicht diese. »Ich helfe dir weiter zu träumen. […] Du darfst nicht damit aufhören! Schütze deine Träume, dann schützt du dein Herz!« [Seite 136] Ich würde am liebsten dem Buch „Die Dreizehnte Fee“ von Julia Adrian trotz der komischen Liebesszenen des Hexenjägers und Lilith 100 Herzen geben, weil mich dieses unglaubliche „Märchen“ umgehauen hat und mich begeistert. Für mich ist das einfach ein Märchen für die Großen. Vor allem freue ich mich auf die nächsten Teile, da es eine Trilogie werden soll! Märchen sind meine absoluten Lieblingsgeschichten und diese Geschichte ist genial. Genau aus dem Grund möchte ich dem Buch 5 von 5 Herzen geben!

Rezension in einem Satz:

Tolle Märchenadaption - ist zum Lieblingsmärchen geworden!