Rezension: Der geheime Name


Fantasy
  • 2.79/3

2.8/3
(2 Bewertungen)


  
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Zyklus:
Band:
Verlag:Knaur
Seitenanzahl:528
Jahr:2013
Originaltitel:
ISBN:978-3426511275
Perspektive:Er Erzähler
Altersempfehlung:Jugend & Erwachsene
Etwas Lebendiges schien das Moor zu sein, etwas, das atmete und die Zähne bleckte, während es hungrig auf Nahrung wartete. Nicht umsonst hatten die Menschen sich jahrtausendelang vor den Mooren und ihrem Nebel gefürchtet. Unter den weißen Schleiern lauerten Gefahren, Geheimnisse, Dinge, die sich jeder Vernunft entzogen. Nicht umsonst waren die Moore die letzten Gebiete, welche die Menschen für sich erobert hatten – weil sie unberührbare Zonen waren, die den Tod verhießen, wenn man sich in ihnen verirrte. (Prolog)

Inhalt

Seit Fina denken kann, ist sie mit ihrer Mutter auf der Flucht. Angeblich vor ihrem gewalttätigen Vater. Doch dann entdeckt sie, dass ihr ganzes Leben scheinbar eine Lüge war. Kurzerhand flieht Fina sich zu ihrer unbekannten Oma in die Lüneburger Heide. Dort trifft sie auf Mora, der aus einer anderen Zeit zu sein und auf eine bewegende Weise gebrochen scheint. Aber, da ist noch etwas anderes, unbekanntes und gefährliches, dass sie unbarmherzig verfolgt...


Rezension

von:
(31 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

„Der geheime Name“ von Daniela Winterfeld greift das alte Märchen des „Rumpelstilzchen“ auf und steckt es in ein neues, moderneres und düsteres Gewand. Mithilfe eines wundervollen und sehr blumigen Schreibstils beschreibt die Autorin das Leben der 19-jährigen Fina. Dabei entführt sie den Leser mit sorgfältig gewählten und bezaubernden Worten in das angsteinflößende Moor, in dem sich ein Großteil der Geschichte abspielt. Es gelingt ihr, das alles perfekt in Szene zu setzen und eine stets düstere und einnehmende Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in ihren Bann zieht und auch nach dem Lesen nicht wieder hergeben will. „Der geheime Name“ ist zwar ein Jugendbuch, wirkt jedoch ungewohnt brutal und düster. Aber nicht unbedingt immer aufgrund der gewaltvollen Szenen, sondern die Geschichte ist vor allem brutal zum Leser. Unbarmherzig zieht sie ihn mitten in das Geschehen und bringt ihn dazu, zu jeder Zeit beinahe körperlich auf eine so extreme Weise mitzuleiden und zu fühlen. Die Geschichte fesselt. Und das so sehr, dass auch nach dem Lesen, diese beklemmenden Gefühle einfach nicht verschwinden wollen. Es bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack zurück, der noch lange Zeit an diese wunderbar grauenvolle Geschichte erinnert. Die Charaktere sind ein weiterer Punkt, weswegen das Buch so begeistert. Sie sind unheimlich gut durchdacht und mit einer solchen Sorgfalt gezeichnet, dass sie in allem, was sie tun, vollends überzeugen. Sie sind einzigartig und haben eine solche Tiefe, dass man sich fragt, wie es der Autorin nur gelang, sie so perfekt unperfekt zu gestalten. Nehmen wir einmal Mora. Schon nach den ersten paar Seiten, auf denen er in Erscheinung tritt, findet er seinen Weg in das Herz des Lesers. Er ist gebrochen, schwierig und doch so unheimlich liebenswert. Durchweg überzeugt er als männlicher Protagonist und als Leserin kann man nicht anders, als sich in seine unschuldige und sensible Art zu verlieben. Apropos Liebe. Die Liebesgeschichte ist anders, als man sie aus anderen Jugendbüchern gewohnt ist. Sie überzeugt durch ruhige Töne und eine Zartheit, die dem Leser die Tränen in die Augen treibt. Ganz langsam und zaghaft entwickelt sie sich zwischen den beiden. Die Gefühle sind nachvollziehbar und wirklich wunderbar beschrieben. In dieser düsteren und sehr brutalen Welt, die sich um die beiden Protagonisten herum aufbaut, scheint sie der einzige Lichtblick. Einfach berührend. Anders kann man die Liebesgeschichte zwischen der starken Fina und dem gebrochenen Mora nicht bezeichnen. Hin und wieder begegnen einem während des Lesens vielleicht wenige Ungereimtheiten oder Gegebenheiten, die unrealistisch wirken, über die man jedoch mit einem Schmunzeln hinwegsehen kann, da sie nicht zu sehr ins Auge stechen und den Verlauf der Geschichte nicht stören. Das Buch ist nicht schön oder unterhaltend, es ist einfach nur gut. Verdammt gut. Die Autorin fesselt, schockiert und bringt den Leser zum Mitfühlen mit ihrer unheimlich gut durchdachten und spannenden Geschichte. „Der geheime Name“ ist so ein Buch, das auch noch nach dem Lesen in Erinnerung bleibt und ganz besondere Empfindungen auslöst, wenn man an die Geschichte zurückdenkt. Eine ausdrückliche Leseempfehlung, für nicht zu junge Fantasyfans mit einem nicht zu zarten Gemüt.

Rezension in einem Satz:

Auf eine düstere und brutale Weise zieht Daniela Winterfeld den Leser in die Adaption des Märchens und zeichnet eine Welt, die in Staunen versetzt.



Rezension

von:
(18 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Ich hab mich verliebt! In Mora. Es ist so süß, wie er eine völlig fremde Welt für sich entdeckt. Ich habe mir gewünscht, ihm zusehen. Finas Denkweisen konnte ich völlig nachvollziehen und fand ihre Handlungen auch schlüssig. Ich habe so mit den beiden gelitten, als sie ihre Liebe verheimlichen mussten. Mir ging das Ende etwas zu schnell, als sie die Hochzeit verhindern konnten und Finas Mutter Mora seine Herkunft offenbarte, hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht. Ich hatte gehofft, dass man die Annäherung mehr mitbekommt aber ein wirklich schönes Buch.

Rezension in einem Satz:

Märchenhaft!