Rezension: Der Weg in die Schatten


Fantasy Zyklus:Schatten Triologie
  • 2.83/3

2.8/3
(3 Bewertungen)


  
Buchdaten anzeigen ↓
Zyklus:Schatten Triologie
Band:1
Verlag:blanvalet
Seitenanzahl:704
Jahr:2009
Originaltitel:The Way of Shadows. Night Angel 1.
ISBN:978-3442266289
Perspektive:Er Erzähler
Altersempfehlung:Erwachsene
Etwas Schweres fiel über Azoth auf den Boden und schlug ihm das Gesicht ins Wasser, so dass ihm alle Luft aus der Lunge wich. Er keuchte und hätte um ein Haar Wasser eingeatmet. "Wahrhaftig, Durzo Blint, du schaffst es doch immer wieder, mich zu überraschen", sagte die schwere Last über Azoth. Durch die Ritzen war von dem Mann nichts zu sehen außer einem gezückten Dolch. Er musste aus den Dachsparren gesprungen sein. "He, ich bin immer dafür, jemanden zu zwingen, Farbe zu bekennen, aber du hättest Vonda sehen sollen, als sie dahinterkam, dass du sie nicht retten würdest. Ich war verdammt nah dran, mir die Augen auszuheulen." Der schlaksige Mann drehte sich um. Er sprach sehr langsam und mit gebrochener Stimme. "Ich habe heute Nacht sechs Männer getötet. Willst du wirklich, dass ich sieben daraus mache?" Azoth begriff langsam, wovon sie sprachen. Der schlaksige Mann war der Blutjunge Durzo Blint. Man konnte einen Blutjungen als gedungenen Mörder bezeichnen - wie man einen Tiger auch ein Kätzchen nennen konnte. Unter den Blutjungen war Durzo Blint unstreitig der Beste. Oder zumindest, wie das Oberhaupt von Azoths Gilde sagte, dauerten die Streitigkeiten darüber nie lange. (1. Kapitel)

Inhalt

In den Schatten wirst du deine Seele verlieren! Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …


Rezension

von:
(286 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Bei den ersten ca. 90 Seiten war ich mir nicht sicher, ob ich das Buch gut finden sollte, oder nicht. Nach diesen jedoch war ich mir verdammt sicher, dass das Buch gerade in meiner Lieblingsbuchliste sehr weit nach oben geklettert war. Nicht, dass der Beginn schlecht/ langweilig/ kitschig ist. Es ist vielmehr so, dass viele Ländernamen und Personen vorgestellt werden, dass man (fälschlicherweise, wie sich sehr bald herausstellt) den Eindruck erhält, der Autor versuche die Komplexität eines George R. R. Martin (Das Lied von Eis und Feuer) mit 10 Bänden auf die ersten 10 Seiten zu quetschen. Aber wie gesagt, dieser Eindruck täuscht. So, dann, warum es so gut ist: Mit einer Technik, die wir von Filmen kennen (Szene eine Person, nach wenigen Sekunden Schnitt Szene andere Person), wenn diese sehr spannende Szenen beschreiben, zeichnet auch dieser Roman – bemerkenswerterweise – mit Worten dieses Feeling. Das Millieu ist, wie eine Figur selbst sagt, nicht für „Poeten“ und entsprechend professionell wird das Handwerk aufgeführt. Übertriebene und unrealistische Kampfszenen fehlen also dankenswerterweise. Dafür gibt es eine wunderschöne Portion schwarzen Humor, einen König, dem die Inzucht etwas zu Kopf gestiegen ist, ein wenig Machtgier, ein wenig Skurpellosigkeit und Ehre. Ein wenig Verliebtsein, ein wenig Gefahr, einen Haufen Spannung, Humor, Intrigen, Wendungen, Hoffnung, Dreck und Verzweiflung. Alles, was das Buch direkt vor jedermanns Haustür geschehen lassen könnte. Sehr plastisch. Gegen Ende sind die Wandel zwar fast eine kleine Spur zu viel (ein Gutmensch weniger wäre durchaus in Ordnung gewesen - wir reden von Meuchelmördern. Die müssen nicht immer gut sein) und auch, dass der arme Gossenjunge zum Superhelden mutiert wäre nicht nötig gewesen, aber alles in allem ist das Ende gelungen. Anmerkung: Einige kritisieren, dass das Werk stellenweise etwas brutal ist. Nun, die Arbeit eines Meuchelmörders ist mit Sicherheit nur bedingt ästhetisch. Jedoch werden nie wortreich blutige Details ausgeführt, auch wenn sie vorhanden sind. Der Roman ist düster, aber nie depressiv. Es wird nicht eine niederschmetternde Welt verurteilt, sondern die Hofffnung darin aufgezeigt.

Rezension in einem Satz:

Filmbilder in Buchstabenform. Unbedingt empfehlenswert!



Rezension

von:
(29 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Bei "Der Weg in die Schatten" handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie um den Wandel eines einfachen Straßenjungen zu einem Blutjungen, einem Assasinen, der Magie nutzen kann. Der erste Band handelt von Azoths Lehre bei Durzo Blint, einem Charakter, der für ewig bei meinen Favoriten stehen wird. Die Welt von Azoth ist düster und bis auf die Magie realistisch, dies sorgt dafür, dass das Buch einen in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt, bis man es durchgelesen hat. Mir gefällt die Welt, in der das Buch spielt, ebenso wie die Charaktere, besonders Durzo und Momma K und auch obwohl die Handlung ein typisches Klischee enthält: Straßenjunge gelangt im Laufe des Buches immer weiter nach oben; ist das Buch sehr lesenswert.Brent Weeks gelingt es mit diesem Buch eine komplexe Story gut zu verpacken, ohne, wie andere Autoren, ewig um etwas herumzureden. Bei wem es in Fantasybüchern auch etwas düsterer zugehen darf und der trotzdem auf eine gute Story steht, kann bei diesem Buch nichts falsch machen. P.S. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann somit keine Aussage über die Übersetzung machen.

Rezension in einem Satz:

Gehört zu meinen Favoriten des Jahres, etwas düsterer aber verliert dadurch nicht an Spannung oder Witz.



Rezension

von:
(41 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Bezieht sich auf das Hörbuch! Die Story um den Straßenjungen Azoth ist einfach mitreißend und klasse geschrieben. Er macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch und man fiebert beim Hören wirklich mit ihm mit und will wissen, wie es weiter geht. Er ist ein klasse Charakter, den man einfach mögen muss und wie er sind auch die anderen Charaktere gut ausgearbeitet und sehr individuell. Azoth wird im Laufe der Gescichte zu Kylar, einem Auftragsmörder und erlebt auf dem Weg dorthin wirklich eine Menge. Anfangs habe ich die Fantasy/Magie Elemente etwas vermisst, die der Grund waren, mir dieses Hörbuch zu kaufen, aber zum Ende hin wird es dann doch ein wenig magisch. Wobei man hier keinen Zauberstab oder ähnliches vorfindet. Es ist kein typisches Fantasybuch, hier geht es um vieles mehr als Magie, es geht um verschiedene Menschen, um das blanke Überleben, darum wie man sich weiter entwicket. Um Freunschaft, um Liebe genauso aber auch um abgrundtiefe Bosheit... Und das alles wunderbar vorgelesen mit einer dazu passenden, angenehmen Stimme! Ich bin begeistert und kann dieses Hörbuch nur weiter empfehlen!

Rezension in einem Satz:

Mit einem Wort: Klasse!