Rezension: Das Amulett von Samarkand


Fantasy Zyklus:Bartimäus
  • 2.34/3

2.3/3
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Zyklus:Bartimäus
Band:1
Verlag:blanvalet
Seitenanzahl:540
Jahr:2003
Originaltitel:Bartimäus. The Amulett of Samarkand
ISBN:3-442-36402-7
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Kinder & Jugend & Erwachsene
Alles schön und gut, aber – was soll’s? Ich meine, er sah aus wie gerade mal zwölf. Aufgerissene Augen, eingefallene Wangen. So erhebend ist es nun auch wieder nicht, ein mickriges Bürschlein zu Tode zu erschrecken. Daher schwebte ich abwartend auf der Stelle und hoffte, es würde nicht allzu lange dauern, bis er die Entlassungsformel sprach. (1. Kapitel)

Inhalt

So einen Helden hat es in der Fantasy noch nicht gegeben! Bartimäus ist selbstsüchtig, rücksichtslos, dreist und leidet nicht gerade unter Minderwertigkeitskomplexen. Gut, er ist ein Dämon, aber doch nur ein Dschinn, gehört also zum Mittelfeld in der Hierarchie der magischen Mächte. So begeistert und überzeugt wie Bartimäus von seinen Fähigkeiten ist, bedeutet es einen herben Schlag für ihn, als er von einem kleinen Jungen beschworen wird und ihm nun zu Diensten sein muss. Dieser Junge, Nathanael, ist Zauberergehilfe eines unfähigen, aber umso strengeren Zauberers, der einen kleinen Posten in der britischen Regierung innehat. Nathanael bildet sich heimlich in den magischen Künsten weiter. Als der bösartige Zauberer Simon Lovelace ihn demütigt, beschwört Nathanael Bartimäus, um sich an Lovelace zu rächen...


Rezension

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Ein Buch, das mir selbst viel Spaß beim Lesen gemacht hat aber auf keinen Fall für jemanden etwas ist, der unbedingt einen strahlenden Helden will

Rezension in einem Satz:

Ein unkonventionelles Buch für Leser mit Geschmack



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Fazit

Jonathan Stroud erschuf mit Bartimäus einen Fantasy Roman allererster Güteklasse. Durch die unglaublich starken Charaktere, die durch sensationelle Konversationen begeistern, tragen auch die witzig gestalteten Fußnoten mit ihrer triefenden Ironie zum Schmunzeln, wenn nicht sogar Lachen des Lesers, während des Lesens, bei. Doch auch die Spannung kommt in diesem Buch keinesfalls zu kurz. Es wird eine neue Welt mit eigenen Regeln beschrieben, die lediglich geographisch der heutigen Welt ähnelt und auf Legenden und die Geschichte der Menschheit Bezug nimmt. Letztendlich lässt sich zu diesem Buch nur eines sagen - Lesen!

Rezension in einem Satz:

Humorvolles, unkonventionelles Fantasy - Spektakel



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Ohne Dämonen wären die Zauberer nichts. Bartimäus ist nur einer von vielen Kobolden, Dshinns, Afriden und Co., die von einem machthungrigen Zauberer in die Welt der Normalsterblichen gezwungen wird, um dessen Befehle zu erfüllen. Aber dass es ausgerechnet ein kleiner Dreikäsehoch sein muss, der noch grün um die Nase ist, schmeckt dem Dshinn überhaupt nicht. Doch er ist an die Befehle seines Meisters gebunden und erfüllt so [mehr oder weniger] treu ergeben die ihm erteilten Aufträge. Dass damit Dinge ins Rollen gebracht werden, die nicht mehr aufgehalten werden können, versteht sich von selbst und so finden sich Bartimäus und sein kleiner Zauberer bald mitten in einem Geschehen wieder, das zumindest für den Grünschnabel von Zauberer ein ganzes Stück zu groß scheint. Nachdem ich mit ‚Valley – Tal der Wächter’ bei Jonathan Stroud gleich zu Anfang richtig ins Klo gegriffen habe, wurde ich nun doch noch dazu überredet, mir die Bartimäus-Reihe zu Gemüte zu führen, denn wenn man den Worten der anderen glauben darf, dann ist das „Ganz etwas anderes“. Ich habe es lange vor mich hin geschoben, aber da der erste Band auf meinem SUB lag, musste ich ihn früher oder später ohnehin einmal befreien, obwohl ich recht skeptisch blieb. Wie gesagt: Valley fand ich ziemlich schrecklich. Zugegeben, Bartimäus liest sich schnell, einfach und ist stellenweise herrlich bösartig und sarkastisch. Ich liebe die Fußnoten, welche teilweise die Hälfte einer Seite umfassen und in denen Bartimäus noch einmal seine Meinung untermauert oder Dinge erklärt. Meiner Meinung nach hätte es davon gerne noch viel mehr geben können. Dieser stellenweise tiefschwarze Humor und die Art und Weise, wie der Dshinn abfällig über die Zauberer, bzw. die Menschen spricht, unterhält auf seine ganz eigene Art. Nebenbei hat es der Autor wunderbar geschafft, reale geschichtliche Ereignisse so umzudichten, als wäre es relativ logisch, dass Dämonen einen Großteil der Arbeit geleistet und die meisten Kriege auf Befehl ihrer jeweiligen Herren ausgefochten haben. Das Volk der Zauberer hingegen wird von Bartimäus als ein Haufen arroganter, machtbesessener Idioten beschrieben, deren einzige Fähigkeit es ist, Dämonen beschwören zu können. Das eigentliche Zaubern erledigen nämlich diese. Tatsächlich scheint er größtenteils recht zu haben. Ich muss ich gestehen, dass mir das Buch relativ gut gefallen hat. Zugegeben, ich hatte nach ‚Valley’ nicht die allerhöchsten Erwartungen, aber Bartimäus weiß zu unterhalten und ich fand die Geschichte um ihn und seinen kleinen Zauberer unterhaltsam und kurzweilig. Gestört hat mich teilweise lediglich die relativ wenigen [guten] Charaktere, bzw. allgemein das ziemlich kleine Charakterset. Es gibt in diesem Buch Bartimäus, sein kleines Zauberlein und eine Handvoll anderer Gestalten, die jedoch entweder nur ganz kurz mal zwischendurch vorbei schauen oder eher zwielichtig erscheinen. Das Buch lief jedenfalls nicht Gefahr, an einem Überangebot an verkappten Helden und solchen, die es noch werden wollen, zu ersticken. So sehr ich Bartimäus also auch mochte, so sehr hat mir der eine oder andere Charakter gefehlt, der zwischendurch auch mal etwas Nettes tut. Aber darüber kann ich im Großen und Ganzen eigentlich hinweg sehen. Die Bücher haben ihren ganz eigenen Charme und ich bin relativ neugierig, was der nächste Band zu bieten hat. Der dreht sich ja um eine Gruppe von Kindern, die bereits im ersten Band kurz in Erschienung getreten ist.

Rezension in einem Satz:

Ein spritziges, gut geschriebenes Jugendfantasybuch, das zu unterhalten weiß.



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Gut, was macht Bartimäus besser als andere Bücher? Zum Beispiel die Fußnoten. Eigentlich mag ich Fußnoten nicht so sehr. Also, ich mag sie überhaupt nicht sehr. Schließlich sorgen sie dafür, dass man die eigentliche Stelle im Text verlassen, nach unten gucken und sie dann wieder suchen muss. Unterbricht doch den Lesefluss. Nervt. Hier überhaupt nicht. Die Fußnoten geben immer kurze Hintergedanken von Bartimäus wieder, die bei mir meistens zu einem ausgewachsenen Schmunzeln geführt haben. Sagen wir so: Wenn Eigenlob stinken würde, könnte sich der Dschinn nicht einmal gegen den Wind an einen Verschnupften anpirschen. Das Buch hat eine sprachliche Besonderheit (neben den Fußnoten, die so herrlich sarkastisch sind): Den Wechsel zwischen dem Er-Erzähler und dem Ich-Erzähler Bartimäus. Der Dschinn spricht den Leser direkt an, und dieser Roman war der erste (und bislang einzige) bei dem ich das Gefühl hatte, Bartimäus sitze mir beim Tee direkt gegenüber und würde über die Zauberer ablästern. Wow. Und dann der Er-Erzähler, und man hat wirklich eine völlig andere Perspektive. Als würde wirklich wer anderes da sein, und nicht derselbe Autor dahinterstecken. Sehr gekonnt. Die Spannung wird erst nach und nach aufgebaut (also, eher auf den letzten Seiten) und ist nicht gerade umwerfend. Es passiert zwar stets etwas, aber irgendwie fehlt das packend-spannende trotzdem. Spannung ist auch nicht der Hauptträger des Buches, sondern eher der interessante Inhalt. Ich weiß nicht, ob der Roman dazu gedacht war, leise (oder laute) Gesellschaftskritik zu äußern. Wenn man Lust und Laune hat, könne man mal darauf achten. Oh, etwas irritierend war, dass das Buch zwar irgendwie in unserer Welt (100 Jahre nach dem Viktorianischen Zeitalter, also jetzt), London, spielt, aber irgendwie doch alles anders ist. Zauberer regieren und Magie ist bekannt. Also irgendwie London und irgendwie doch nicht ;-). Zu den Charakteren: Erfrischen untypisch. Als "der Gute" kann keiner gelten - beide sind genau genommen sogar am Tod anderer schuldig. Sie sind plastisch und nicht oberflächlich. Besonders Bartimäus hat es mir wieder angetan, der doch so wenig von den Menschen hält - und sich natürlich für etwas Besseres - und dann dann doch selbst - unter allerlei Ausreden für sich selbst - ab und an zu Menschlichkeit neigt. Offiziell hasst er seine Aufträge - inoffiziell scheint er teilweise Spaß zu haben. Ein Buch, das vielleicht kein klassischer Pageturner ist, da trotz Action irgendwie keine atemberaubend-packende, nicht mehr loslassende Spannung vorhanden ist. Dennoch mit vielen dicken Pluspunkten gespickt.

Rezension in einem Satz:

Originell, was Neues und amüsant!



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Ich musste beim Lesen schon einige Male schmunzeln. Hier ist die Hauptfigur mal gar nicht menschenähnlich... und macht sich über Menschen auch gerne mal ein bischen lustig. Ist also wirklich mal was anderes. Zu 100 % überzeugen konnte mich das Buch allerdings nicht, wobei ich nicht genau sagen könnte, woran das lag. Trotzdem würde ich das Buch jedem empfehlen der mal etwas Lustiges und einfach anderes lesen will.

Rezension in einem Satz:

Ein Buch mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur