Rezension: Bis ans Ende der Welt


Fantasy Zyklus:Kyria und Reb
  • 2.42/3

2.4/3
(3 Bewertungen)


  
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Zyklus:Kyria und Reb
Band:1
Verlag:Egmont Ink
Seitenanzahl:381
Jahr:2012
Originaltitel:
ISBN:3863960165
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Jugend & Erwachsene
»Unsere tapferen Helden aus der Civitas haben die junge Frau vor den Übergriffen der Ausgestoßenen beschützt. Sie wird soeben in ärztliche Behandlung übergeben. Leider kann ich Ihnen nicht berichten, in welchem Zustand sie sich befindet, doch ich fürchte, er ist ernst.« Sirenen heulten, eine Ambulanz entfernte sich. Wieder zeigte man die Straßenszene. (1. Kapitel)

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2125 in New Europe. Einem Land, das nur von Frauen regiert und zum Schutz seiner Bewohner kontrolliert wird. Männer spielen nur eine kleine Nebenrolle in NY. In dieser Welt lebt Kyria, doch sie hat mit ihrem Leben eigentlich schon abgeschlossen, da sie wie ihr Vater an einem Gendefekt leidet, der sie dazu verurteilt, bald zu sterben. Nach einem ihrer Anfälle trifft sie Reb im Heilungshaus, der wegen seines Rebellen-Daseins verprügelt wurde. Sie fühlt sich sehr zu ihm hingezogen und entdeckt in dem unbekannten jungen Mann ein Freiheitsgefühl, dass sie auch einmal selbst spüren möchte und flieht mit ihm aus ihrer heilen, geschützten Welt. Nun beginnt für die verwöhnte Junora ein Wahnsinnsabenteuer, denn sie muss sich nicht nur von all dem trennen, was ihr bisher ein einfaches Leben bescherte, sondern auch noch auf eine weite Reise begeben, um nicht gefunden und zurückgebracht zu werden. Denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als vor ihrem Tod noch einmal ihre Freundin Hazel, von der sie lange glaubte, sie wäre tot, wiederzusehen. Und so verlässt Kyria mit Reb den Überwachungsstaat und lässt sich von ihm eine ganze neue Welt zeigen.


Rezension

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(8 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
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Action:

Fazit

Als ich mit dem Buch begonnen habe, hab ich mir schon zuerst gedacht, wo bin ich jetzt. Ich hab mich nämlich erstmals gar nicht ausgekannt. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr kam ich in die Geschichte hinein. Es war eine faszinierende Welt, die da entstanden ist. Vor allem wenn man daran denkt, dass sie mehr als hundert Jahre nach unserer Zeit spielt. Dennoch ist es auch erschreckend, was vielleicht aus unserer Welt werden könnte. Die totale Überwachung. Kyria tut einem sehr leid, denn sie hat es nicht einfach, sowohl ihre Mutter als auch ihre Vertraute wollen sie zwar nur beschützen, dennoch wird sie sehr in ihrer Freiheit eingeschränkt. Durch Andrea Schachts Erzählstil kann man sich sehr gut in Kyria hineinversetzen und, wenn man eine Frau ist, sich auch schnell in Reb verlieben. Man begibt sich sehr gerne in dieses Abenteuer, in das sich die beiden stürzen.

Rezension in einem Satz:

Jeden, der gerne Romane liest, die in der Zukunft spielen und es auch noch gern hat, wenn ein wenig Romantik und Humor dabei ist, ist dieser Roman wärmstens zu empfehlen.



Rezension

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(1 Rezensionen)
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Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Das Cover: Das Cover finde ich wirklich wunderschön. Es ist schlicht, farbenfroh und wirkt etwas verspielt. Aber auch ohne den Schutzumschlag macht das Buch eine gute Figur, den das Motiv ist auch auf dem Bucheinband abgebildet. Dieses Cover ist für mich ein absolutes Highlight und ist ein richtiger Blickfang im Bücherregal. Der erste Satz: Über den großen Wandbildschirm liefen im Halbdunkel schreiende Menschen. Meine Meinung: Die Geschichte spielt in der Zukunft im Jahr 2125. Nach einer Massenepedemie bei der ein Großteil der Menschen ums Leben gekommen ist, regieren nun hier die Frauen um den Rest der Menschheit vor weiteren Katastrophen zu bewahren. Männer haben in dieser Welt nichts zu sagen und müssen sich gezwungenermaßen unterordnen und sind für den Haushalt und niedere Tätigkeiten zuständig. Kyria ist die Tochter einer hochrangigen Politikerin und leidet an einen Gendefekt, der ihr bald das Leben nehmen soll. Die letzten paar Wochen, die sie noch zu leben hat, möchte sie in einem Reservat bei ihrer Freundin Hazel verbringen. Ihre Mutter ist von dieser Idee leider nicht so angetan und als sie Reb kennen lernt, packt sie die Gelegenheit und flieht mit ihm. Auf ihrer Flucht muss Kyria allerdings feststellen, dass ihr Gendefekt gar nicht so tödlich ist, wie sie es immer dachte und anscheinend jemand in ihrem näheren Umkreis es auf sie abgesehen hat und sie töten wollte. Reb lebt im Untergrund, nachdem ihm seine Mutter verstoßen hat. Er kämpft verbittert ums Überleben und hat schon alle Hände voll damit zu tun. Als er dann Kyria kennen lernt, ist er fasziniert von ihr. Sie setzt sich dafür ein, dass seine schwere Verletzungen behandelt werden und er wieder gesund wird. Danach flieht er mit ihr und sie begeben sich auf die Suche nach Hazel und Rebs Vater. Die einzelnen Protagonisten in diesem Buch waren super beschrieben und mir zum größten Teil sympatisch. Jeder einzelne war auf seine Art besonders und die Vielzahl der verschiedenen Protagonisten gibt diesem Buch erst das gewisse Extra. Bis zum Ende der Welt ist der Auftakt einer Dystopischen Trilogie. Die Welt, die Andrea Schacht hier erschaffen hat, ist einzigartig und faszinierend zugleich. Zwar ist die Umgebung, eine Stadt in der alles geregelt ist, umgeben von einer Mauer, und die von der Außenwelt bedroht wird, nicht neu, aber die eigentliche Story des Buches macht es erst richtig interessant. Auch die Liebesgeschichte der zwei Hauptdarsteller ist anders. Hier wird nämlich komplett auf dieses kitschige und schnulzige Gehabe verzichtet und das macht die Geschichte nur noch besser. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam und wirkt nicht überheblich oder aufgesetzt, wie man es aus anderen Büchern kennt. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, konnte ich mir durch die bildliche und detaillierte Beschreibung sehr gut vorstellen und richtig darin eintauchen. Klasse fand ich das Leben im Reservat. Hier muss noch selbst angebaut und bewirtschaftet werden im Gegensatz zu New Europe, wo alles fertig geliefert wird. Der Schreibstil des Buches ist locker, jugendlich und fesselnd. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe mit Kyria und Reb mitgefiebert. Aufgelockert wird die Story durch die immer wiederkehrenden witzigen und lustigen Szenen die man zwischen Kyria und Reb erleben durfte. Sehr gut gefallen hat mir auch die Entwicklung von Kyria. Anfangs war sie noch ein verängstigtes kleines Mädchen, das annahm, das es bald sterben würde. Mit der Zeit hat sie sich weiterentwickelt zu einer jungen Frau, die nicht nur Befehle erteilen kann, sondern auch kräftig mit anpacken kann und wissbegierig ist. Aber auch Reb entwickelt sich weiter. Ist er am Anfang noch der Junge der im Untergrund lebt und um sein Leben kämpft, fängt er langsam an, sein Leben in die Hand zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden. Das Ende des Buches wurde offen gehalten und der Cliffhanger macht neugierig auf Band 2. Ich hoffe nur, dass uns die Autorin hier nicht allzu lange darauf warten lässt. Mein Fazit: Bis zum Ende der Welt ist ein gelungener Auftakt einer Dystopischen Reihe. Die Protagonisten waren sympatisch, gut beschrieben und jeder auf seine Art besonders. Die Welt in die mich Andrea Schacht geführt hat, war bildlich und detailliert beschrieben und ich konnte sie mir richtig vorstellen.

Rezension in einem Satz:

Ich war begeistert



Rezension

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(42 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

“… Ich kann keine Frau brauchen, die sich an mich klammert.” “Ich klammer nicht!” “Doch. Die ganze Zeit. Ständig. Jede Nacht klammerst du dich in meine Träume.” “ Im Jahr 2125 ist Europa eine Welt der kompletten Überwachung. Alles zum Wohle der Bürger, das sagt jedenfalls Kyrias Mutter. Doch Kyria möchte mehr, sie will sich frei fühlen. Im Krankenhaus lernt sie den jungen Rebellen Reb kennen und flieht mit ihm in ein fernes Reservat. Denn einige Menschen haben sich ein Leben wie auf einem alten Bauernhof bewahrt. Kyria passt sich an, doch dann werden die Rebellen von einer gefährlichen Seuche bedroht und Kyria gerät in den Verdacht, die Menschen im Reservat mit einer Massenepidemie vernichten zu wollen. Doch sie hat Freunde und so etwas wie eine Familie, die hinter ihr stehen. Und Reb ist an ihrer Seite, Reb der tiefe Gefühle in ihr weckt und trotz seiner abweisenden Art viel für sie zu empfinden scheint. Endlich habe ich mal eine Dystopie gelesen, die nicht nur in Europa spielt, sondern tatsächlich auch in Deutschland. Die Städtenamen sind zwar verwirrend, denn im Jahr 2125 heißt keine Stadt mehr so, wie wir es heute kennen, aber es wird bei einigen Städten erklärt, welcher Name sich früher dahinter verbarg. Kyria & Reb ist die Geschichte eines Mädchens, dass sich nicht nur von ihrer Mutter und deren Einfluss lossagt, sondern ein Mädchen, dass sich ins Ungewisse stürzt, um seinen eigenen Platz in der Welt zu finden, um möglichst viel zu erleben und auf eigenen Beinen zu stehen. So sehr es ihr auch oft Angst macht und sie den Luxus vermisst, den sie zu Hause genossen hat, sie beisst sich durch. Stets an ihrer Seite ist Reb, bei dem man sich lange nicht sicher ist, welche Gefühle er für Kyria hat. Reb selber hatte schon immer ein hartes Leben und ist das Leben auf der Straße gewöhnt. Die beiden Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein und doch harmonisieren sie wunderbar miteinander. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und bringen die Geschichte gut voran. Ein interessanter Ausblick darauf, wie das Leben in Deutschland in etwas mehr als 100 Jahren aussehen könnte, mit einer spannenden Geschichte und einer Beziehung die erst auf Notwendigkeit aufbaut, dann zu Freundschaft und schließlich zu Liebe wird.

Rezension in einem Satz:

Ein tolles Buch, durchaus empfehlenswert.