Rezension: Atlantia


Fantasy
  • 1.92/3

1.9/3
(2 Bewertungen)


  
Buchdaten anzeigen ↓
Zyklus:
Band:
Verlag:Fischer FJB
Seitenanzahl:400
Jahr:2015
Originaltitel:Atlantia
ISBN:978-3841421692
Perspektive:Ich Erzähler
Altersempfehlung:Jugend
»Hörst du, wie die Stadt atmet?«, flüstert Bay. Ich weiß, dass es ihr am liebsten wäre, ich würde zu- stimmen, aber ich schüttele den Kopf. Was wir hören, ist kein Atem. Es ist das immerwährende Säuseln der Luft, die durch die Wände in die Räume gepumpt wird, damit wir überleben können. (1. Kapitel)

Inhalt

Zwillinge. Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt. Doch das Schicksal trennte sie. Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen. In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.


Rezension

von:
(6 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
Humor:
Action:

Fazit

Atlantia ist eine Dystopie mit einer interessanten Verteilung der Gesellschaft auf „Oben“ und „Unten“ und mit vielen überraschenden Wendungen bestückt. Vom Äußeren, sowie vom Inhalt her, merkt man schnell, dass dieses Buch sich besonders an Jugendliche ab 14 Jahren orientiert. Das Buch besitzt eine relativ große Schrift, die einfach zu lesen ist. Außerdem ist die Thematik sehr gut dem jungen Alter angepasst, so entwickeln sich zwar auch Beziehungen, diese halten sich jedoch im angemessenen Rahmen. Das besondere Augenmerk liegt auf einem jungen Mädchen, dass seine eigene Fähigkeiten und Wünsche ergründen und verteidigen muss. Immer wieder wird sie vor Herausforderungen gestellt, die sie bewältigen muss. Der Leser fieber hierbei die ganze Zeit über mit und ist gespannt, was als nächstes kommt. Denn vorhersehbar ist die Geschichte keineswegs. Der Schreibstil der Autorin ist, wie bereits in ihrer Trilogie „Cassia und Ky“, sehr angenehm zu lesen und wunderbar fesselnd. Lediglich das etwas abrupte Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Nach all den vielen Schwierigkeiten, denen Rio gegenüber treten musste auf ihrem Weg zu ihrer Schwester, kam das Ende doch irgendwie zu einfach und schnell. Ich hätte mir hier lieber eine andere Lösung der Situation gewünscht. Zumal viele Kleinigkeiten während der Handlung aufgekommen sind, die nun offen und unklar im Raum stehen. Bei all den Neuigkeiten, die Rio über das Oben erfahren hat, wirkt es schlicht zu unrealistisch. Dennoch habe ich das Buch begeistert verschlungen!

Rezension in einem Satz:

Das Buch bietet (besonders dem jungen) Leser schöne und spannende Stunden mit einer großartigen Grundstory.



Rezension

von:
(2 Rezensionen)
Eigene Empfehlung:
Sprache:Beschreibungen:Charaktere:Idee:




Spannung:
Romantik:
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Fazit

INHALT Als die Lebensbedingungen auf der Erde immer schwerer werden, beschließen die Menschen eine Unterwasserstadt zu bauen. Doch es können nicht alle auf ein Leben in Gesundheit, Stärke und Glück unter Wasser hoffen, denn einige müssen sich opfern, um ihre Liebsten dort zu versorgen und für deren Überleben zu schuften. Die Jahre vergehen und Generationen können in der Unterwasserstadt überleben. "Man kann die Sterne sehen. Man kann die Sonne auf dem Gesicht spüren. Man kann einen Baum berühren, der in richtiger Erde wurzelt. Man kann meilenweit gehen, ohne je an den Rand seiner Welt zu gelangen" ~ S.12/13 Die Zwillinge Rio und Bay leben gemeinsam in Atlantia, der Stadt tief unter Wasser. Rio träumt immer davon eines Tages nach Oben zu gehen und dort die Sonne auf ihrem Gesicht zu spüren und die Sterne zu sehen. Ihre Schwester kann dieses Vorhaben jedoch nicht verstehen, da die wunderschöne Unterwasserstadt Atlantia ihr zu Hause ist und ein Leben in Gesundheit verspricht. Doch als nach dem Tod ihres Vaters nun auch ihre Mutter auf mysteriöse Weise stirbt, haben die beiden nur noch sich und Rio muss Bay versprechen im Unten zu bleiben und ihren Traum auf das Oben aufzugeben. Als es an der Zeit ist ihre Entscheidung zu treffen, ob sie ihr Schicksal und Glück akzeptieren im Unten zu bleiben oder aber das Opfer im Oben wählen, kommt alles anders als erwartet. Bay wählt plötzlich das Oben und lässt ihre Schwester Rio alleine zurück. Rio kämpft nun darum ihre Schwester Bay im Oben wiederzusehen, denn im Unten fühlt sie sich fehl am Platz, da sie anders ist als die meisten Einwohner Atlantias - Rio ist eine Sirene und muss ihr wahres Ich vor allen verstecken. Außerdem möchte sie verstehen warum ihre Schwester sie verlassen hat, warum sie allein gelassen wurde. " 'Wir sind Menschen, nicht besser oder schlechter als ihr.' [...] 'Ihr formt uns, wir formen euch', sagte ich. 'Ich glaube, das wollten die Götter so. Sie wollten, dass wir uns verändern und voneinander lernen, und nicht, dass wir uns gegenseitig zerstören.' " ~ S.387 Während Rio versucht ihren Plan zu flüchten in die Tat umzusetzen, lernt sie das nicht nur Bay ein Gehemnis vor ihr hatte, auch Atlantia verbirgt eine Menge. Atlantia steht kurz vor dem Untergang und sie, die ihre ganzes Leben schon nach Oben wollte, ist womöglich die einzige Rettung für Atlantia. MEINUNG und FAZIT Für mich war es ein sehr schnell zu lesendes Buch, welches mich inhaltlich völlig überzeugt hat und zum ständigen Weiterlesen animiert hat. Jedoch wird das Buch bei mir wahrscheinlich nicht sonderlich tiefgründig in Erinnerung bleiben. Die Geschichte setzt direkt ein und der Leser wird sofort ins Geschehen eingebaut, was mir wirklich sehr gut gefällt. Ally Condie schafft es wunderbar die Details der Unterwasserstadt zu beschreiben, so dass man sofort das Gefühl hat über den Tempelplatz zu laufen, vorbei an den Bäumen aus Metall bis hinunter in den Tiefmarkt. Dennoch ist besonders der Anfang sehr schwermütig und es kommen nicht so richtig Gefühle auf. Obwohl der Schreibstil eventuell mit Absicht so gewählt ist, da auch Rio ihre Gefühle ihr Leben lang zurückhalten musste, denn sobald Rio endlich auftaut, taut auch die Schreibweise ein wenig auf. Zum Ende hin konnte man immer flüssiger lesen und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Besonders als der Alarm losging und es klar war, dass es sich um keine Übung handelt, musste man richtig mitfiebern und zumindest ich war wirklich berührt über das Schicksal der Menschen im Tiefmarkt. Je mehr es dem Ende zugeht, desto sympathischer werden die Charaktere und die Story wird immer mitreißender. Doch leider endet das Buch dann sehr abrupt, dass für mich noch offene Fragen blieben. Was passierte mit Nevio, wurde er einfach im Oben gelassen um dort zu sterben oder musste er wieder nach Unten und lebte dort in Gefangenschaft? Wieso war Rios Sirenenstimme plötzlich weg und kam dann wieder, einfach nur aufgrund der Erschöpfung? Allgemein habe ich mir ein wenig mehr Input über die Sirenen erhofft. Für mich hat das Buch wirklich tolle Moment und die Idee ist grandios, dennoch schwächelt es für mich ein wenig an der Umsetzung.

Rezension in einem Satz:

Hörst du, wie die Stadt atmet?