Verlorene Werke

Man stelle sich vor: Man geht in einen Buchladen und wird sofort von dutzenden wunderschönen Covern angelockt. Und der Klappentext scheint auch einiges zu versprechen. Und schwupps, schon landet das Buch im Einkaufskorb. Zu Hause angekommen freut man sich dann auf ein paar schöne Lesestunden….Aber: Was stellt man fest? Statt der schönen Vampirstory begegnet man einer Karikatur von Edward, einer sehr schlechten noch dazu. Die Handlung muss zwischen  Buchladen und zu Hause irgendwo aus den  Seiten gefallen sein und lässt sich nunmehr auf ein: Er ist umwerfend, sie tollpatschig und naiv  und ganz "normal", aber natürlich – auch wenn sie sich nicht so vorkommt – umwerfend schön. Leider wird die Liste solcher Bücher immer länger. Da hat eines Erfolg, und im Schatten dieses Erfolges sprießen unzählige Nachahmungstäter wie Pilze aus dem Boden. 

Da sehnt man sich schnell nach den "Guten alten Zeiten" und ihren Büchern. Dass es vor dem Harry Potter/ Twilight/ Panem – Bücher -Boom nur gute Bücher in den Druck geschafft haben, ist natürlich genauso Quatsch. Allerdings hält sich Mist nicht sehr lange und die liebe Zeit trennt die Spreu vom Weizen. Tja, und da haben wir das nächste Problem. Zu alt dürfen die Bücher nicht sein. Und wo bitte finde ich solche Schätze? Hier zum Beispiel: Auf der Blogseite von Verlorene Werke gibt es genau solche Kleinode. Die Seite aber auf ältere (moderne) Fantasyliteratur zu reduzieren, wäre ziemlich frevelhaft und NICHT der Existenzgrund der Seite. Nebenbei gibt es nämlich auch noch brandaktuelle Buch- und Filmbesprechungen und immer wieder ziemlich interessante News aus der Welt der Fantasy.

Ich bin eigentlich zufällig (ich habe eine sehr berühmte Internetsuchmaschine über das Buch "Grüner Reiter" Nachforschungen anstellen lassen, um über Rezensionen anderer herauszufinden, ob ich mir Band 4 weiter antun soll, oder ob die Reihe mit steigender Bandzahl eine steigende Anzahl an Mängeln. Da die Meinungen zu den ersten Bänden ziemlich mit meiner konform waren, weiß ich, was ich mit Band 4 mache) auf die Seite aufmerksam geworden, fand den Blognamen aber gleich mal anziehend. Schließlich wandle ich lesetechnisch lieber durch bezaubernde Schlösser als durch die zwanzigste Pappnachbildung von Bestseller-Imitations-Bruchbuden. Wer also überzeugt werden will, dass es auch vor 10 Jahren schon gute Bücher gab ;-) und der im modernen Veröffentlichungsrausch kleine Kostbarkeiten entdecken will (!), die man sonst nie gefunden hätte, der folge dem Link. Hier gibts übrigens zwei "Leseproben"- Rezensionen, als kleiner Vorgeschmack:

 Der Dieb

Purpur und Schwarz

(Auf der Seite selbst finden sich auch noch Infos zum Buch und Autor, also jeweils mehr als "nur" die Rezension!)

 

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