Saphirblau: Der harte Weg zum Schauspieler

Hm…wieso kam bei diesem Film so eine FURCHTBARE Vorschau? Ich war kurz zuvor im Kino und habe da in der Vorschau ungefähr gefühlte hundert Filme entdeckt, die ich unbedingt sehen will (oh, Hollywood hat angekündigt, nächstes Filmjahr 50 neue Fantasyfilme und 80 (!) neue Fantasyserien zu produzieren (ähm…wie viele TV Sender gibts denn, oder dürfen so Nebensächlichkeiten wie die Nachrichten auch noch ins Programm?). Wow! Yeah! Na ja, die Info stammt von einem bunten Cover, das mir beim Anstehen im Supermarkt ins Auge gefallen ist. Angaben also ohne Gewähr ;-) ). Äh… zurück zum Film. Also, die Vorschau war grauenhaft. Vermutlich hatte sie (obwohls eine ABENDvorstellung war) einen pädagogischen Zweck: Kinder, wenn ihr nicht brav seid, gehen wir ins Kino und schauen uns folgende Filme an! War das nur zufällig oder musste das noch jemand ansehen ;-)

Gut, zum Film selbst. Nach der Vorschau kanns ja nur besser werden – waren so ziemlich wörtlich meine Gedanken. (Es geht los –> Kommentar vom Sitz eins weiter hinten). Und dann….

 Anfang:  Ahhh….übel! Jemand, der einen Text auswendig gelernt hat (–> 5. Klasse), trägt ihn vor. Man merkte, dass geschauspielert wurde und wurde nicht in die Welt hineingezogen. Vor allem bei Lucy und Paul merkte man, dass die zwei vor einer Kamera standen und ihren Text abspulten. Ufff…und so was nennt man Kino?
 Darsteller:  Gut getroffen. Teils fehlt der Schliff, aber insgesamt will ich mal nicht meckern. Nur bei dem animierten Teddybären Xemerius. Hey, das ist ein WasserspeierDÄMON bzw. WASSERSPEIERdämon. Und kein…Schnuckelchen. Ging daneben, die Animation. Auch sein Wasserspucken ist eher peinlich geworden. Aber gut.
 Plot:  Hat voll unterhalten, oft mit Situationskomik (—> Hahah… Hahhahhha… Hihih… Haha in Dauerschleife vom Sitz eins weiter hinten, Oktaven wechselnd, Lautstärkeregler voll aufgedreht). Zwar finde ich es mies, dass dem Kinozuschauer offenbar weniger Intelligenz zugetraut wird, als dem Buchleser (das war doch im Buch so toll, als Gideon von XX niedergeschlagen wurde. Warum im Film nicht? Schmoll). Toll war, als der werte Herr sein Hemd mit dem Etikett nach außen trug :-) Mein Highlight.
 Romanze:  Jep, kann sich sehen lassen. Gut gemacht, nicht soooooo kitschig, wie möglich gewesen wäre und eigentlich überzeugend. Und durchaus auch mit Situationskomik aufgepeppt. Ja, ja, wenn die Mutter ins Zimmer platzt… endet das nicht immer in Begeisterungsstürmen. Süß.
 Action:  Hey, jeder kannst doch locker mit mindestens 3 Gegnern auf einmal aufnehmen, die einen töten wollen. Klaro. Mit links! Und zur Not flambiert man ein ganzes Haus mit Haarspray. Macht ja jeder Sternekoch. Allerdings muss man sagen, dass nicht zu viel Action eingestreut wurde, sodass sich dieser Mangel in Grenzen hält (—> Nicht, der tötet sie gleich, NIIIICHHHHTT … Aufschrei von eins weiter hinten (Trockener (ungehörter) Kommentar vom Sitznachbarn (Es gibt noch einen 3. Teil. Überleg mal, die KANN noch nicht jetzt sterben))
 Spannung:  Langweilig wirds nicht (wir sprechen hier von der Spannung einer Komödie, nicht der eines Thrillers) – also gelungen. Ein Film in der richtigen Länge.
 Ende: Das kommt etwas unrund, aber nicht so, dass man unzufrieden wäre. Man braucht ja noch Stoff für Film 3. Einen deutlicheren Schlusspunkt hätte man trotzdem setzen können. Aber der Nachspann macht diesen Mangel wett und setzt einen Schlusspunkt.
 Fazit:  Ein unterhaltsamer Film mit netten, wenn auch etwas schrillen Kostümen, der aber nicht mit dem Buch mithalten kann. Der Anfang ist sehr schwach, Mittelteil und Ende aber gut. Insgesamt hat mir der Film zugesagt, auch wenn er nicht die Perle seines Genres war. Ich freue mich allerdings schon auf den 3. Teil, der doch hoffentlich auch verfilmt wird. Kann man also ruhig anschauen, muss man aber nicht auf Teufel komm raus.

Noch jemand den Film gesehen? Falls jemand das Buch noch nicht gelesen hat, dann gibts hier – durchwegs begeisterte – Rezenzionen.

3 Gedanken zu „Saphirblau: Der harte Weg zum Schauspieler

  1. Am Anfang finde ich war Gwendolyn im Textabspulen und gekünstelt Schauspielern schlimmer als Lucy und Paul. Aber das legt sich ja nach den ersten Minuten. Und ja, ich hab mir Xemerius auch kantiger vorgestellt ;-) Im Großen und Ganzen, schöner Film wobei das Buch wirklich besser ist.

  2. Haha, gute Rezi ;)

    Die Figur “Xemerius” fand ich überhaupt nicht toll. Ich habe mich teilweise sogar etwas geschämt.. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich fand ihn im Buch irgendwie süß und da hat er auch dazu gehört, aber im Film eher unpassend. Das Wasserspeien war ja auch irgendwie komisch …

    Alles in allem hat mir der Film schon gefallen, allerdings war das Buch bzw. waren bis jetzt beide Bücher besser als die Filme – finde ich.
    Trotz allem, werde ich mir den 3. Teil ansehen ;)

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